Sehen niedlich aus, in der Wohnung will man sie aber nicht haben: eine Ratte. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Schädlingsbekämpfung

Dorstenerin flüchtet aus ihrer Wohnung: Sie hat eklige Besucher im Bad

Eine Dorstenerin hat ekelhafte Begegnungen in ihrer Wohnung gehabt. Die Frau ergriff mit ihren Kindern die Flucht.

Eine Dorstenerin ist am Wochenende von einem echten Ekelpaket überrascht worden: Am Samstag begegneten ihr Ratten im Bad. Die Dorstenerin warf die Tür zum Badezimmer zu und flüchtete mit ihren Kindern aus der Wohnung. Denn die Vermieterin konnte laut ihrer Auskunft nicht sofort Abhilfe schaffen. Und auch die Tipps aus ihrem persönlichen Umfeld erwiesen sich nicht als hilfreich, um die ungebetenen Gäste wieder loszuwerden.

Die Wohnungsgesellschaft erklärt auf unsere Anfrage, dass die Mieterin am Mittwoch (23.6.) Rattenbefall gemeldet habe. Ein Mitarbeiter sei daraufhin am nächsten Tag in der Wohnung gewesen, habe aber keinen Nager entdecken können. „Weil aber Rohrschächte in den Bädern offen standen, wurde unmittelbar eine Sanitärfirma mit der Behebung der Mängel beauftragt.“ Man sei davon ausgegangen, so die Vermieterin, dass das Problem damit gelöst sei.

Erneute Meldung bei Wohnungsgesellschaft

War es aber nicht. Die Mieterin meldete sich am Samstag erneut bei der Vermieterin und berichtete, dass sich wieder eine Ratte in ihrem Badezimmer befinde. Daraufhin wurde umgehend, so die Vermieterin, eine Schädlingsbekämpfungs-Fachfirma benachrichtigt. „Die Firma verwies darauf, dass Ratten durch Rohre in Gebäude gelangen können, dass dagegen nichts getan werden könne und empfahl den Einbau von Schutzklappen durch eine andere Fachfirma“, sagt uns auf Anfrage die Wohnungsgesellschaft. „Da dies am Wochenende nicht möglich war, wurde der Mieterin mitgeteilt, dass sich „ein Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft am Montag wieder melden“ würde.

Die Mieterin suchte nach eigenen Angaben aber lieber das Weite, als in der Wohnung auszuharren. Am Montag sei es dann zu dem vereinbarten Termin gekommen: Die Vermieterin kontaktierte einen Schädlingsbekämpfer, die Mieterin bekam Schlüssel für eine leer stehende Nachbarwohnung ausgehändigt, damit sie das Badezimmer nutzen konnte. Schädlingsbekämpfer stellten zwei Rattenfallen im Badezimmer auf. Außerdem wurde für Dienstag ein Termin mit einer Fachfirma beauftragt. „Sie sollte den Einbau von zwei Rückschlagklappen prüfen.“

Unbenutzte Rattenfallen, kein Kot gefunden

Das sei am Dienstag geschehen. Zudem seien beide Rattenfallen überprüft worden: „Die waren noch scharf“, sagt die Wohnungsgesellschaft. Auch seien in der Wohnung weder Ratenkot noch aktueller Rattenbefall festgestellt worden. Daraufhin sei das Badezimmer freigegeben worden.

In diesem Zusammenhang weist die Vermieterin darauf hin, dass einzelne Ratten „gelegentlich durch unsachgemäß in Toiletten entsorgte Tierfutter- und Essensreste in die Abwasserleitungen von Gebäuden gelockt werden und eine bestimmungsgemäße Nutzung der Toilette dies weitgehend verhindert“.

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Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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