Dorstenerin sammelt Briefe und Bilder für einen guten Zweck

mlzDie gute Corona-Nachricht

Kaum Besuch und keine Ablenkung: Angelika Nowak will Menschen in Pflegeeinrichtungen eine Freude bereiten. Dafür hofft sie auf die Unterstützung der Dorstener.

Dorsten

, 01.11.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Senioren auf Pflegestationen treffen die Kontakteinschränkungen besonders hart. „Der Zustand ist fürchterlich“, findet die Dorstenerin Angelika Nowak. Um den Senioren eine Freude zu bereiten, hat sie sich etwas einfallen lassen.

Doch alleine kann sie ihren Plan nicht in die Tat umsetzen, deshalb sucht sie Unterstützer.

Persönliche Briefe für pflegebedürftige Menschen

Ihre Idee: Briefe schreiben und Bilder malen für die Menschen auf Pflegestationen. Die ehemalige Altenpflegerin hat sich alles genau überlegt. „Ich bin ein Organisationstalent und habe früher schon viel ehrenamtlich gearbeitet“, erklärt sie ihren Tatendrang.

Angelika Nowak ruft Dorstener auf, einen Brief zu verfassen, in dem man von sich erzählt oder Anekdoten aus Dorsten. „Wer ein bisschen Fantasie hat, wird damit keine Probleme haben“, nimmt sie an.

Die Briefe möchte sie dann gesammelt an eine Pflegeeinrichtung weiterleiten. Vorher will sie abklären, wie viele Menschen auf der Station von solch einem Brief profitieren würden und die entsprechende Anzahl würde sie dann an die Heimleitung übergeben. „Die können dann den Namen des Empfängers auf das Kuvert schreiben“, schlägt Nowak vor. So erhalte der Brief eine persönliche Note.

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Auch auf Facebook habe sie einen Aufruf gestartet. Zwei Frauen wollen sie bei der Idee unterstützen und mithelfen. „Ich habe mich gefragt, wie man helfen kann. Und bin so auf die Idee gekommen“, meint Nowak. „Ich gehöre selbst zur Risikogruppe und habe mich gefragt, was ich mit meiner Zeit Sinnvolles anfangen könnte, anstatt Fernsehen zu gucken oder zu putzen.“

Hier können die Briefe abgegeben werden

Sie möchte gerade den Menschen auf Pflegestationen eine Freude bereiten, weil sie genau weiß, dass gerade sie unter der Situation leiden. „Meistens können sie nicht mehr lesen oder Handarbeiten machen. Und Veranstaltungen dürfen wegen Corona ja auch nicht stattfinden.“ Und das Personal habe auch nur wenig Zeit.

Briefe und Bilder können in den Briefkasten von Angelika Nowak an der Gelsenkirchener Straße 9 gesteckt werden. Wichtig ist, dass das Kuvert nicht beschriftet ist, weil dort später der Name des Empfängers ergänzt werden soll. Wer den Brief per Post an Angelika Nowak schickt, kann den Brief unverschlossen in ein Blanko-Kuvert stecken.

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