Anfang der Woche werden die Bauzäune an der Recklinghäuser Straße abgeräumt. © Lydia Heuser
Wir machen Mitte

Dorstens Fußgängerzone wird drei Monate früher fertig als geplant

Da werden viele Bauherren neidisch nach Dorsten schielen: Die Fußgängerzone wird drei Monate früher fertig als geplant. Das hat auch mit der Corona-Pandemie zu tun.

Drei Monate schneller als geplant steht der Umbau der Fußgängerzone jetzt vor der Fertigstellung. Anfang kommender Woche werden die Bauzäune abgeräumt, dann gelte es nur noch, ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, sagt City-Manager Christoph Krafczyk (Wir machen Mitte).

Ursprünglich hatte man eine Bauzeit bis zum 30. November angepeilt, die Geschäftsschließungen in der Coronazeit haben dann jedoch die am 14. April an der Ursulastraße begonnenen Arbeiten für den letzten Abschnitt des Umbaus der Fußgängerzone beschleunigt.

Bürger und Geschäftsleute äußern positives Feedback

Dass die ausführende Firma manchmal größere Kolonnen in Dorsten einsetzen konnte, habe ebenfalls aufs Tempo gedrückt. Polier Alexander Brintrup fasst zusammen: „Viele Leute bedeutet schnelles Ende.“ Bis zu zwölf Kollegen seien im Schnitt auf der Recklinghäuser Straße beschäftigt gewesen. Wie Christoph Krafczyk berichtet, ist der Umbau ohne größere Probleme voran geschritten – und gelungen.

„Wir hatten bisher viel positives Feedback“, sagt der City-Manager, der in den nächsten Tagen noch ein Auge auf einige Restarbeiten, wie kleine Ausbesserungen und der Einbau von LED-Leuchtenköpfe, haben wird.

Recklinghäuser Str. Innenstadt Bauarbeiten, José Barbosa auf Bild.
José Barbosa schließt die letzten kleinen Lücken. © Lydia Heuser © Lydia Heuser

8200 Quadratmeter Klinker wurden verarbeitet

Vor der Oberflächenumgestaltung wurden in der gesamten Fußgängerzone die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Insgesamt wurde inzwischen eine Fläche so groß wie 17 Tennisplätze neu gepflastert, und zwar mit 8200 Quadratmetern Klinker, 3000 Quadratmetern Grauwacke und 300 Quadratmetern Granit.

Die Europäische Union trägt den größten Anteil der 4,6 Millionen Euro Kosten: 2,3 Millionen. 1,1 Millionen Euro schießt das Land NRW zu, 0,8 Millionen Euro kommen vom Bund. Die Stadt Dorsten zahlt rund 400.000 Euro. Die Anlieger werden nicht belastet.

Über die Kunstwerke im Stadtbild wird noch diskutiert

Im Zuge des Umbaus wurde das tastbare Stadtmodell für blinde und sehbehinderte Menschen versetzt: Es steht jetzt vor dem Kohle-Haus. An dieser Seite des Marktplatzes hat auch der Stirnberg-Brunnen mit den drehbaren Ecken und Darstellungen aus der Dorstener Geschichte seinen Platz behalten. Der schon lange trockene Granatapfelbrunnen vor der Franziskanerkirche wurde im Zuge des Umbaus entfernt. Schaf, Bauer und Bürger dürfen dagegen weiterhin an der Essener Straße an den Brauch des Schafholens erinnern.

Rege Diskussionen gibt es noch um den Tisa-Brunnen. Auf Empfehlung des Kunstbeirats wird der sanierungsbedürftige Brunnen nicht wieder aufgebaut. Es soll aber einen Ersatz geben, der Tisa von der Schulenburgs Schaffen würdigt.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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