Dorstens Politiker sind sich einig: Stadtgebiet soll in einem Wahlkreis liegen

Landtagswahl 2022

Dorstens Politiker haben Bürgermeister Tobias Stockhoff beauftragt, sich bei der Landesregierung dafür einzusetzen, dass Dorsten bei der Landtagswahl 2022 in einem Wahlkreis liegt.

Dorsten

, 16.09.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dorstens Politiker sind sich einig: Stadtgebiet soll in einem Wahlkreis liegen

Es ist ein langjähriger Wunsch, dass das Dorstener Stadtgebiet bei Landtagswahlen in einem Wahlkreis liegt. © Archiv

Im CDU-geführten NRW-Innenministerium gibt es Überlegungen, einige Wahlkreise für die Landtagswahl neu zu ordnen. Damit soll auf demografische Veränderungen reagiert und sichergestellt werden, dass alle Wahlkreise in etwa die gleiche Einwohnerzahl haben. Nach aktuellem Stand soll Dorsten dabei eine geteilte Stadt bleiben.

Jetzt lesen

Bislang bildet der südliche Teil von Dorsten mit der Stadt Gladbeck den Wahlkreis 71 Recklinghausen III. Der nördliche Teil Dorstens liegt zusammen mit Haltern, Oer-Erkenschwick sowie Teilen von Marl und Datteln im Wahlkreis 72 Recklinghausen IV.

Zuletzt diskutierten Dorstens Lokalpolitiker das Thema im nicht-öffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses. Einstimmig beauftragten sie Bürgermeister Tobias Stockhoff, den langjährigen Wunsch, dass die Stadt Dorsten als Einheit in nur einem Wahlkreis liegt, an die Landesregierung heranzutragen.

Aufteilung in zwei Wahlkreise mit vielen Nachteilen verbunden

Die Aufteilung des Stadtgebietes in zwei Wahlkreise sei mit vielen Nachteilen verbunden, schreibt Stockhoff in seinem Brief an Innenminister Herbert Reul. „Es entsteht zusätzlicher Aufwand bei der Durchführung der Wahl.“ Auch sei es bei einer Vielzahl von Ansprechpartnern schwieriger, Dorstener Interessen gebündelt vorzutragen.

Das Gewicht einer Stadt sinke sowohl innerhalb des Wahlkreises wie auch in der Vertretung von städtischen Interessen im Landtag, so Stockhoff weiter: „Da hat ein ‚ganzer‘ Abgeordneter letztlich mehr Einfluss als zwei ‚halbe‘.“

Dorsten wird im Landtag derzeit von Josef Hovenjürgen (CDU, Wahlkreis Recklinghausen IV) und Michael Hübner (SPD, Recklinghausen III) vertreten. Hovenjürgen hatte kürzlich vorgeschlagen, einen Wahlkreis mit den beiden Städten Dorsten und Haltern am See, Datteln-Ahsen und Marl-Polsum zu bilden.

Dorsten wäre dann nicht mehr geteilt, verlöre aber einen Abgeordneten in Düsseldorf, den in den vergangenen Jahren immer die SPD stellte. Dorstens SPD-Chefin Jennifer Schug kritisierte, dass Hovenjürgen sich so „einen sicheren CDU-Wahlkreis auf den Leib“ schneidere (DZ+).

Lesen Sie jetzt