Dorstens Stellungnahme zum Regionalplan: Bürgerwille setzt sich durch

mlzRegionalplan-Entwurf

Der Umwelt- und Planungsausschuss in Dorsten hat am Dienstagabend eine lange Liste von Einwänden gegen den Entwurf des Regionalplans verabschiedet. Dabei ging es auch um ein Gewerbegebiet.

Dorsten

, 27.02.2019, 06:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 20 Anwohner aus Holsterhausen registrierten mit Zufriedenheit, dass die Politiker aller Parteien ein Gewerbegebiet zwischen Neubaugebiet „Am Schultendiek“ und A 31 ablehnen. Es gilt als sicher, dass sich der Stadtrat am Mittwoch (27. Februar) genauso positionieren wird.

CDU-Sprecher Rainer Thieken war „froh über die kluge Wortwahl und dass die Missverständnisse ausgeräumt sind“. Rainer Mallik (SPD) räumte ein, dass „die Bürger uns auf den richtigen Weg gebracht haben“.

Keine Basis für Kooperation mit Schermbeck

Die Stadt spricht sich nun entschieden dafür aus, dass das im Regionalplan-Entwurf ausgewiesene Gewerbegebiet im Emmelkämper Brauk zurückgenommen wird, weil es dort keine Basis für eine Kooperation mit der Gemeinde Schermbeck gebe. Stattdessen sollte der Bereich Rüster Feld/Freudenberg in den Plan aufgenommen werden, um „das dringend benötigte Flächenpotenzial für regional bedeutsame Unternehmen nicht verfallen zu lassen“. Ähnlich hatte sich bereits die Gemeinde Schermbeck geäußert.

Damit konnten sich auch die Grünen anfreunden, bei der Abstimmung über das Gesamtpaket der Einwände enthielten sie sich als einzige Fraktion. Sprecher Michael Haake würdigte „die vielen positiven Aspekte“, kritisierte aber, dass „riesige Freiraumflächen zurückgeführt werden könnten“. In Dorsten werde mit dieser Regionalplanung mehr auf eine technische als eine ökologische Entwicklung gesetzt. „Sinnvoll wäre aber mehr Qualität statt Quantität.“

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