Die Umbauarbeiten an der Finkennest-Wiesenfläche im Schölzbachtal haben begonnen. © Michael Klein
Wir machen Mitte

Drei-Millionen-Umbauprojekt in Dorsten: Bagger rollen an

Startschuss für eines der kostspieligsten Projekte des Stadtumbau-Programms „Wir machen Mitte“ in Dorsten: Die Umgestaltung des Schölzbachtals in der Altstadt hat jetzt begonnen.

Die Bäume mit Holzverschalung vor Beschädigungen gesichert, ein Zaun sichert den von anderer Seite noch zugänglichen Spielplatz am Finkennest vor den Baufahrzeugen auf dem Von-Raesfeld-Weg. Ein Bagger karrt große, dem Gehweg entrissene Betonstücke hin zur Lagerfläche nahe des Bachufers, während ein Trupp Bauarbeiter mit dem Bodenaushub zu Gange ist.

Schölzbachtal wird attraktiver

Es ist nicht zu übersehen: Der Startschuss für eines der kostspieligsten Umbau-Projekte im Stadterneuerungsprgramm „Wir machen Mitte“ ist jetzt gefallen.

Mit Investitionen und Fördermitteln von insgesamt 3,1 Millionen Euro werden bis Ende 2021 nach Plänen des Büros Drecker in Bottrop der Schölzbach im Altstadtbereich sowie sein Umfeld wieder attraktiver gemacht – für Mensch und Tier.

Drei Hauptbereiche gibt es, mit dem Finkennest-Areal hinter dem St. Agatha-Kindergarten geht es los: Neuer Weg und neuer Steg, neue Bänke und Leuchten: Bis Ende 2020 soll die Wiesenfläche als offene und begehbare Erlebnis-Landschaft entwickelt werden.

Im Bereich zwischen dem Ferdinand-Freiherr-von-Raesfeld-Weg und dem Kanal-Düker „ist der Schölzbach zwar verrohrt und fließt stumpf unter der Erde“, sagt Till Blackstein vom Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“. Ein neuer Holzsteg quer über das Wiesengelände bis hin zum Spielplatz soll aber für interessante Ein- und Ausblicke sorgen: Denn auf der Kindergarten-Seite sind ein Feuchtgebiet und eine Wildblumenwiese geplant.

Der Spielplatz ist zum Ferdinand-Freiherr-von-Raesfeld-Weg hin abgezäunt.
Der Spielplatz ist zum Ferdinand-Freiherr-von-Raesfeld-Weg hin abgezäunt. © Michael Klein © Michael Klein

Während der Gehweg entlang der Wohnbebauung neu gepflastert wird, bleibt der Naturweg durch die Baumallee zwischen Kita und Kanal erhalten. Ob der Düker wie geplant ein „Kunstelement“ wird, bleibt abzuwarten. Dem Kunstbeirat seien unterschiedliche Vorschläge für einen Rundweg mit Kunst unterbreitet worden, auf seiner Sitzung im September wird entschieden.

„Es werden vor allem neue Sichtachsen geschaffen, das Gelände wird anschließend viel aufgeräumter aussehen“, betont Till Blackstein. „Angsträume, wie beispielsweise der Bereich an der Tischtennisplatte, werden geöffnet, einsehbar gemacht und dadurch beseitigt.“ Und auch die Kanalpromenade im Bereich des Dükers hin zu den Mercaden wird umgestaltet.

Die alten Betonteile des Gehwegs sind auf einer Seitenfläche gelagert.
Die alten Betonteile des Gehwegs sind auf einer Seitenfläche gelagert. © Michael Klein © Michael Klein

Nach dem Finkennest-Gelände folgen im kommenden Jahr die Umbauarbeiten im Winks-Mühlen-Park am Alten Postweg sowie im Klimawäldchen zwischen Gladbecker Straße und Kirchhellener Allee. Das Stadtteilbüro und die Stadt Dorsten laden interessierte Bürger übrigens am 20. August (Donnerstag) um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung im Winks-Mühlen-Park ein.Vor Ort stellen das Planungsbüro Drecker sowie Mitarbeiter der Stadt den aktuellen Planungsstand zum Winks-Mühlen-Parks und auch zu den anderen beiden Schwerpunktflächen vor.

Bei Fragen zu laufenden Bauarbeiten oder zum Gesamtprojekt Schölzbach steht Till Blackstein im Stadtteilbüro unter der Rufnummer 02362 2140540 oder per E-Mail an till.blackstein@wirmachenmitte.de zur Verfügung

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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