Dorsten ist nicht nur die Altstadt. Der Stadtmarketing-Prozess will die ganze Lippestadt als „Marke“ unter einen Hut bringen. © www.blossey.eu
Meinung

Ein erster Schritt auf dem beschwerlichen Weg zur „Marke Dorsten“

Die Ergebnis-Studie zur Heimat-Werkstatt ist nur ein erster Baustein auf dem Weg zur einer „Zukunftsvision“ für Dorsten. Es steht noch einiges an Stadtmarketing- Arbeit an. Ein Kommentar.

Auf dem Weg zu einer Zukunftsvision für Dorsten“ – der Titel der wissenschaftlichen Studie macht deutlich: Das Ziel ist noch nicht erreicht. Die „Heimat-Werkstatt“ ist nur ein erster Schritt dorthin, wo am Ende des Stadtmarketingprozesses eine fertige „Marke für Dorsten“ stehen soll.

Die Studie kann nur ein kleiner Baustein sein. Denn vieles, was sie untersuchen sollte, konnte wegen der Corona-Beschränkung nicht empirisch fundiert betrachtet werden. Welche Wünsche haben Jugendliche beispielsweise für eine Zukunftsvision von Dorsten? Sie sind bisher ebenso wenig zu Wort gekommen wie Bürger mit Migrationshintergrund. Wie sehr fühlen sie sich als Teil der Vielfalt von Dorsten?

Hier wird die Stadtagentur nacharbeiten müssen – und dies sicher tun. Auch bei den Themen, mit denen Dorsten künftig nach innen und nach außen mehr punkten will, sieht die Studie noch Nachholbedarf.

Es ist nicht einfach, eine uneinheitlich strukturierte Stadt wie Dorsten zu einem Bestimmungsort zu machen, an dem sich die eigenen Bürger ebenso wohlfühlen wie Besucher von außerhalb. Immerhin: Der Stadtmarketingprozess hat den beschwerlichen Weg dorthin beschritten.

Und wenn am Ende nicht die eine Marke für Dorsten steht? Sondern die Richtung dahin geht, dass sich Dorsten in mehrere unterschiedliche Marken verzweigt? Das muss nicht unbedingt eine Sackgasse sein.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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