Ein farbiges Blütenmeer an der Kirchellener Allee

Rhododendron-Hof von Sonja Malcharek

Tausende Rhododendren stehen auf dem Hof von Sonja Malcharek an der Kirchhellener Allee 153 in Blüte. Verschwenderische Farbenspiele von Weiß über unzählige Rot-, Lila- und Gelbtöne dominieren die Landschaft. Und mittendrin Hartriegelpflanzen, die mit ihren sternförmigen Blüten den Himmel in gelbe und weiße Töne tauchen.

DORSTEN

von Von Andreas Hofmann

, 31.05.2016, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein farbiges Blütenmeer an der Kirchellener Allee

Besucher informieren sich täglich in dem parkähnlichen Areal.

Kurz vor der Bottroper Stadtgrenze an der Kirchhellener Allee liegt das Areal, das Andrew Malcharek, Ehemann der jetzigen Besitzerin, in den 1990er-Jahren kaufte - der heutige Rhododendron-Hof, ein ländliches Idyll. Was einst als Hobby und Liebhaberei im Jahr 1997 begann, hat heute eine parkähnliche Dimension auf fast 40000 Quadratmetern. Kosteten die ersten beiden Hartriegelpflanzen damals schon stolze 600 Mark, ist der heutige Wert der über 1000 Exemplare nicht mehr schätzbar.

Von den Pflanzen hat Sonja Malcharek über 60 Sorten. "Die blühen in den Farben Weiß bis Rosé, und nach der Blüte bekommen sie kleine rote, ungiftige Früchte", erzählt Sonja Malcharek. "Im Herbst färben sich dann die Blätter hin bis zu einem Rotton." Sie zeigen ihre ganze Pracht am besten an einem sonnigen Standort. Sonja Malcharek führte nach dem Tod ihres Mannes den Hof weiter. Täglich geht ihr Weg durch unzählige Pflanzenreihen. Vom Hartriegel, dem sternenförmig blühenden bis zu fünf Meter hohen Gehölz, über Kamelien, Berglorbeer bis zu den Rhododendren ist alles vertreten."

Pflanzen werden uralt

Die Rhododendren werden uralt und wachsen über mehrere Meter hoch. Sie sind winterfest und ertragen Temperaturen von -18 bis zu -26 Grad", erzählt Sonja Malcharek. Die Dorstenerin holt jedes Jahr neue Pflanzen hinzu, quasi als Vermächtnis für ihren verstorbenen Mann. "Das ist für mich Trauerarbeit", sagt sie. Die üppig blühfreudigen Pflanzen zeigen ihre Pracht bis weit in den Juni hinein. "Manche Arten blühen noch einmal im Herbst. Sie unterscheiden sich durch die Blütenfarbe, die Blätter und ihren Wuchs.

Alle sind Hybriden, also veredelte Wildwuchsarten." Die Pflanzung zieht viele Interessenten an. Die Besucher sind begeistert. So auch Ursel Stöcker aus Hünxe. Die sucht für ihre betagte 60 Jahre alte Douglasie, "die nahm Licht weg und wir haben sie dann gefällt", einen farbenprächtigen Ersatz und fand ihn auf dem Rhododen-dren-Hof. Sonja Malcharek gibt ihr Spezialwissen über die Pflanzen gern an ihre Besucher weiter. Sei es, wie man die Gewächse beschneidet, oder aber, welche Erde die beste für das Wachstum ist - die Besucher hören gern zu.

Inzwischen auch Verkauf

Seit einiger Zeit ist der Hof in zwei Teile aufgeteilt - einen Altbestand zum Schauen und Staunen und eine riesige Freifläche, auf der die Pflanzen für den Verkauf wachsen. Hier müssen auch die neuen Pflanzenzüchtungen zeigen, ob sie sich für die Weitergabe eignen. Von der Veredelung bis zum Verkauf vergehen 15 bis 20 Jahre.

Viele Interessenten kommen nur zum Schauen, andere fahren mit einem vollen Kofferraum wieder weg. Ina Alfs aus Gladbeck, die staunend durch die vielen Pflanzenreihen geht, bringt es auf den Punkt: "Das ist eine Augenweide."

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