Coronavirus

Ein Jahr Corona in Dorsten – unser Themenpaket

Es war der 6. März 2020, als der erste Corona-Fall in Dorsten - und gleichzeitig im Kreis Recklinghausen - bekannt wurde. Unser Themenpaket zeigt auf, wie Menschen seitdem mit dem Virus leben.
Vor einem Jahr gab es den ersten Corona-Fall in Dorsten. Inzwischen sind mehr als 2100 Menschen erkrankt und 47 an oder mit dem Virus verstorben. © Montage: Martin Klose

Niemand hat damals geahnt, wie das Virus unser Leben in den vergangenen zwölf Monaten bestimmen und verändern würde. Wir leben in Dorsten notgedrungen mit vielen Einschränkungen und Verboten, hoffen auf Erleichterungen und werden doch immer wieder enttäuscht.

Den traurigen Jahrestag am 6. März hat die Redaktion zum Anlass genommen, mit Menschen aus Dorsten über die Pandemie zu sprechen. Wie sie die Coronakrise erlebt haben und erleben. Ärger und Angst sind ihre Begleiter, aber es gibt auch Momente voller Zuversicht und Hoffnung. Und kreative Ideen, die Zeit mit dem Virus zu verarbeiten.

Tina Podstawa und Stefan Stara sind auch immer wieder mal in gemeinsamen Produktionen auf der Bühne zu sehen und zu hören. © privat © privat

Tina Podstawa und Stefan Stara sind Bühnen-Künstler. Das Ehepaar aus Dorsten ist von den Corona-Lockdowns deshalb besonders betroffen. Beide erzählen von einem Jahr voller Hoffen und Bangen.

Mehr als 2100 Menschen in Dorsten haben sich bislang mit dem Coronavirus infiziert. Doch es gab in den vergangenen zwölf Monaten auch eine Zeit, da galt die Stadt als „Corona-frei“. Und leider auch ein traurige Rekordzahl mit den meisten Infizierten zeitgleich. Das alles und noch einiges mehr sehen Sie in unserer Datensammlung:

Was fehlt nach einem Jahr Corona am meisten? Freunde treffen, einkaufen, Schulunterricht oder Restaurantbesuch: Die Antworten der Befragten in der Dorstener Innenstadt sind vielfältig.

Benedikt Jansen (M.) vom SV Dorsten-Hardt hat in den vergangenen zwölf Monaten viele Facetten der Corona-Pandemie miterlebt. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Wenn Benedikt Jansen Fußball spielt, ist er stets mit vollem Einsatz dabei. Die zwölf Monate der Untätigkeit des vergangenen Corona-Jahres waren für einen wie ihn besonders hart. Er selbst ist nicht erkrankt, wohl aber zwei Vereinskameraden. „Von diesem Zeitpunkt an war alles anders.“

Nach dem Ausbruch von Corona war bald schon klar, dass es Bevölkerungsgruppen gibt, die bei einer Covid-19-Erkrankung besonders schlechte Karten haben: die Alten und Pflegebedürftigen. Wie sie und das Pglegepersonal mit dem Virus zu leben gelernt haben, berichten Menschen aus zwei Einrichtungen in Dorsten.

Paul Kahla macht in wenigen Wochen das Abitur am Gymnasium Petrinum. Er gehört zu einem besonderen (Corona-)Jahrgang mit ganz speziellen Herausforderungen – ein Gastkommentar.

Dorstens Stadtkämmerer Hubert Große-Ruiken war kurz vor Weihnachten an Corona erkrankt. © privat © privat

Es begann mit Husten, dann folgte leichtes Fieber. An Corona hatte Hubert Große-Ruiken nicht gedacht – bis er Tage später das Testergebnis bekam: positiv. „Das war für mich ein Schock!“ Dorstens Stadtkämmerer berichtet über eine „harte Zeit“.

Es ist ein Jahr her, dass ein Ehepaar aus Dorsten eine Kreuzfahrt durchs südchinesische Meer unternahm. Dass eine Seefahrt nicht zwingend lustig ist, haben die Dorstener zu spüren bekommen. Ein Jahr später freuen sie sich auf einen anderen Urlaub: Elternurlaub.

Franziska Erbe und Mia Hellmann (r.) haben wie ihre Mitschüler im Deutschkurs der EF-Stufe des Petrinum hörens- und lesenswerte Lyrik zum Coronajahr zu Papier gebracht. © Claudia Engel © Claudia Engel

Corona setzt Ängste frei. Manchmal auch Zorn. Und die Sehnsucht, dass der Spuk bald vorbei ist. Petrinum-Schüler haben in Worte gefasst, was das Virus mit der Identität anstellt.

Den Oktober 2020 wird Leo Lopez nie mehr vergessen. Zwei Wochen stand er unter Quarantäne. Nicht, weil er positiv auf Corona getestet worden war, sondern, weil er überhaupt nicht getestet wurde.

Die Corona-Pandemie kommt Dorsten teuer zu stehen. Doch von Verzweiflung ist beim Stadtkämmerer nichts zu spüren. Denn die Finanzlage muss man aus zwei Winkeln betrachten.

Dr. Wilhelm Gross-Weege hält Impfungen gegen das Coronavirus medizinisch und moralisch für notwendig. © KKRN GmbH © KKRN GmbH

In Impfungen führt kein Weg vorbei – nicht nur medizinisch, sondern auch moralisch. Das sagt der ärztliche Direktor und Chefarzt der Chirurgie am St Elisabeth-Krankenhaus, Dr. Wilhelm Gross-Weege. Ein Jahr nach dem ersten Corona-Fall in Dorsten erklärt er im Zoom-Interview u.a., warum der Impfstoff von AstraZenica unbedenklich ist und eine Statistik des Robert-Koch-Instituts die tatsächliche Situation „etwas verwischt“,

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