Ein kleiner Funke genügt - Feuerwehr rückte zu Flächenbränden aus

Waldbrand-Gefahr

Gleich zwei Brände entlang der L 608 brachen am Dienstag aus. Die Feuerwehr löschte sie und mahnt zur Vorsicht, denn die Waldbrandgefahr ist derzeit besonders hoch.

Dorsten

, 20.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Dienstag musste die Dorstener Feuerwehr unter anderem gleich zweimal aufgrund von Flächenbränden zur L 608 zwischen Dorf Hervest und der Ausfahrt zur A 52 ausrücken.

Am Dienstag musste die Dorstener Feuerwehr unter anderem gleich zweimal aufgrund von Flächenbränden zur L 608 zwischen Dorf Hervest und der Ausfahrt zur A 52 ausrücken. © Guido Bludau

Am Dienstag musste die Dorstener Feuerwehr unter anderem gleich zweimal aufgrund von Flächenbränden zur L 608 zwischen Dorf Hervest und der Ausfahrt zur A 52 ausrücken. An zwei unterschiedlichen Stellen brannte jeweils die Böschung. Zunächst brannte es gegen 15 Uhr und dann ein weiteres Mal gegen 20.15 Uhr.

Eine Fahrspur musste gesperrt werden

Neben der hauptamtlichen Wache rückte auch bei einem Brand ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr mit aus. Die beiden Brandstellen wurden umgehend abgelöscht. Zeitweise musste eine Fahrspur der L 608 für die Löscharbeiten gesperrt.

Die genaue Ursache der Brände ist bislang unklar, aber aufgrund der trockenen Witterung besteht aktuell die Gefahr von Bränden im Freien. Die Feuerwehr bittet um erhöhte Vorsicht. Dem schließt sich das Regionalforstamt Ruhrgebiet an.

Kontrollgänge des Regionalforstamtes Ruhegebiet

Laufende Kontrollgänge haben gezeigt, dass Laubstreu, alte Bodenvegetation aus dem Vorjahr, Reisig und Holzmaterial derartig trocken sind, dass ein kleiner Funke bereits unheilvolle Folgen haben könnte. Die Dürresommer der vergangenen Jahre und die Borkenkäfer sorgen für ungewöhnlich viel trockenes Totholz und damit für eine ungewöhnliche zusätzliche Waldbrandgefahr. Bis jetzt sind im laufenden Jahr 2020 die Schäden durch Waldbrände schon größer als im gesamten Jahr 2019.

Mehr als doppelt so viele erholungssuchende Menschen im Wald

Gleichzeitig sind durch die Corona-Pandemie mehr als doppelt so viele erholungssuchende Menschen im Wald wie üblich. Die ersten Auflockerungen der Pandemie-Einschränkungen und der so genannte Vatertag, führen wahrscheinlich zu einem zusätzlichen Andrang der Menschen in die Waldnatur. Regionalforstämter, Waldbesitzende und Feuerwehren sind momentan besonders aufmerksam, um im Falle des Falles sofort reagieren zu können.

Das Regionalforstamt bittet darum, die Hinweise der Forstleute von Wald und Holz NRW zu beherzigen: Offenes Feuer und Grillen im Wald sind grundsätzlich und immer verboten. Auch das Rauchen im Wald ist von Anfang März bis Ende Oktober ausdrücklich untersagt.

Aktiv bei der Waldbrandmeldung helfen

Aufmerksame Waldbesucher können aktiv bei der Waldbrandmeldung helfen, indem sie entdeckte Brandnester und Waldbrände noch aus dem Wald heraus per Handy sofort melden, und zwar über die Rufnummer 112 direkt bei den Feuerwehren. Hilfreich bei den Ortsangaben können dabei zum Beispiel im Wald ausgewiesene Rettungspunkte, Adressen bekannter Ausflugslokale oder Wanderparkplätze sein.

Die andauernden hohen Frühjahrstemperaturen und die fehlenden Niederschläge werden auch in den kommenden Tagen anhalten. Wenn überhaupt, werden lediglich geringe Niederschläge auf lokaler Ebene angekündigt.

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