Ein Besuch im Sozialkaufhaus des SkF: Hier finden Kunden zu kleinen Preisen zwischen 1 und 6 Euro guterhaltene und auch modische Kleidung. © Claudia Engel
Meinung

Ein Sozialkaufhaus ist eine feine Adresse – für jeden von uns

Niemand braucht sich zu schämen, in einem Sozialkaufhaus zu shoppen. Denn neben den kleinen Preisen hat ein Einkauf weitere positive Nebeneffekte. Dazu ein Kommentar.

Ein Sozialkaufhaus findet man mittlerweile in nahezu jeder größeren Stadt. Auch Dorsten hat solche Adressen, jetzt eine weitere an der Bochumer Straße 22. Dort hat der Sozialdienst katholischer Frauen ein neues Ladenlokal gefunden, nachdem er im November 2020 wegen eines Brandes am alten Standort Crawleystraße vorübergehend obdachlos geworden war.

Bei der Eröffnung der SkF-Kleiderkammer am Mittwoch zeigte sich: Dieses Sozialkaufhaus ist nicht nur eine feine Adresse für Menschen mit kleinem Portemonnaie. Auch Menschen, die gute Kleidung für kleines Geld zu schätzen wissen, sind dort anzutreffen.

Und die Kleiderspenden in den Regalen können sich sehen lassen. Wir alle kaufen viel zu häufig viel zu viel neue Kleidung ein, um entweder modisch auf dem letzten Stand zu sein oder einfach deshalb, weil wir es unbedingt haben wollen. Das ist bei Kindern nicht viel anders. Die wachsen bekanntermaßen auch noch rasend schnell aus ihren Kleidungsstücken heraus.

Diese Kleidung findet man dann in den Regalen bekannt zuverlässiger Anbieter in Dorsten, wie SkF oder Frauenhaus, wieder. Dass die Kunden Schlange standen, zeigt: Ein Sozialkaufhaus ist wichtig. Für uns alle. Denn die Weitergabe gut erhaltener Kleidung ist nachhaltig und ökologisch sinnvoll. Darüber denken wir beim Shopping viel zu selten nach.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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