Eine Königin schält lange Schalen

Kirchhellen Die Besucher kamen von überall. Apfelsorte Rubinette war bereits am Samstag weggepflückt und die Saftpresse presste, was die Früchte hergaben.

17.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jörg Umberg konnte sich also auch über die Resonanz zum 13. Apfelfest auf seinem Hof nicht beklagen. Dennoch ist er sicher, dass "die Bundesligaspiele am Samstag dazu beitrugen, dass die Biergarnituren sich nur langsam füllten." Machte aber nichts, denn der Sonntag holte alles wieder raus. Da machten sich die Leute in Scharen auf den Weg, um sich mit Wein, Saft, Früchten und frischen Blumen für Zuhause einzudecken.

Keine leeren Hände

"Wir gehen auf keinen Fall mit leeren Händen nach Hause", lächelt Rosemarie Nellesen, nachdem sie mit Ehemann Johann zunächst das Ergebnis aus der Saftpresse kostete. "Es ist sehr hübsch hier auf dem Hof. Wir sind aus Mülheim gekommen und freuen uns auf einen schönen Sonntag", so die 66-Jährige.

Bio-Metzgerei Scharun und Restaurant La Botte sorgten neben Christas Grill für das Stillen des kleinen Hungers und die Kirchhellener Blasmusik untermalte das gemütliche Zusammensitzen der Gäste mit Musikeinlagen.

Was natürlich beim Apfelfest nicht fehlen darf, ist die Wahl der zugehörigen Königin. "Mit Wissensfragen zum Hof und den Apfelsorten sowie einem Bingo-Spiel können die Teilnehmer Punkte sammeln. Diejenige mit der höchsten Punktzahl wird zur Königin", erklärt Jörg Umberg und meint, dass "diese Wahl immer wieder für Unterhaltung sorgt."

Fünf Anwärterinnen

Neben den Wissensfragen bekamen die fünf Damen aber auch die Aufgabe, ein Apfellied zum Besten zu geben. Den Gesang beurteilten die Zuschauer mit mehr oder weniger Applaus.

Als es abschließend um das Schälen der längsten, zusammenhängenden Schale ging, konnte sich Annemarie Münstermann gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen und bekam den Titel verliehen. "Ich war im vergangenen Jahr auch schon hier und wurde da schon zur Apfelkönigin gekürt", freut sich die Essenerin und strahlt übers ganze Gesicht.

Gut, dass auch die Kinder ein abwechslungsreiches Programm geboten bekamen, denn somit konnten die Erwachsenen das Fest bis in die Abendstunden genießen. kw

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