Eine Reise durchs nächtliche Revier

Extraschicht am 24. Juni

Dorsten ist geografisch am Rande, aber programmatisch mittendrin, wenn am 24. Juni (Samstag) von 18 bis 2 Uhr zum 17. Mal revierweit unter dem Motto "100 Prozent Ruhrgebiet" die Extraschicht gefeiert wird. Am Dienstag fand die Auftakt-Pressekonferenz auf Fürst Leopold statt.

Dorsten

, 21.03.2017, 16:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Bild (v.l.): Hans Schuster (Creativ-Quartier), Axel Biermann (Ruhr Tourismus) und Stephan Conrad (RAG Montan)

Im Bild (v.l.): Hans Schuster (Creativ-Quartier), Axel Biermann (Ruhr Tourismus) und Stephan Conrad (RAG Montan)

Wenn Axel Biermann an seine letzte Extraschicht-Pressekonferenz auf Fürst Leopold zurückdenkt, ist er erstaunt darüber, wie sich das Areal verändert hat. "Hut ab davor, was hier seit 2012 passiert ist", sagte der Geschäftsführer der Ruhr Tourismus in der Traumfänger-Galerie: "Das ist ein Szene-Viertel geworden, das sehr ursprünglich geblieben ist."

Als Wiederkehrer dabei

Dass die zentrale Extraschicht-Auftaktpressekonferenz am Dienstag im Creativ-Quartier Fürst Leopold über die Bühne ging, ist einem für Dorsten willkommenen Umstand geschuldet: Das Gelände ist als "Wiederkehrer" nach einer fünfjährigen kreativen Verschnaufpause erneut einer der 46 Spielorte der diesjährigen "Nacht der Industriekultur". Und per alle 15 Minuten verkehrenden Shuttle-Bussen Richtung Süden ans weitere Extraschicht-Geschehen angeschlossen.

Erwartet werden in 21 Städten insgesamt mehr als 200.000 Besucher, die über ehemalige Werks- und Zechengelände streifen, Halden und Hochöfen erklimmen und Kultur in Gasometern und Maschinenhallen erleben.

Über das detaillierte Angebot, das den Besuchern bei der Dorstener Extraschicht im Creativ-Quartier geboten wird, schwiegen sich die Macher noch aus. Dies soll im April offiziell bekannt gegeben werden. Die Organisatoren verrieten bislang nur, dass Lohnhalle und Kaue, Leo und Dampf-Maschinenhalle, Traumfänger-Galerie und Vinyl-Café als Bühnen-Orte dabei sein werden.

Viel Programm

Allerdings ist dem aktuellen Newsletter des Bergbauvereins Dorsten bereits zu entnehmen, was bei der Extraschicht in Dorsten geplant ist: Musik mit den Greyhound-Beatles und ZipCode 45 (Rock und Pop), Kunstausstellung mit Künstlern aus den Fürst Leopold-Ateliers (unter anderem mit Benjamin Rayher und Klaus Risse), eine Lasershow, Dorstener Fotokunst, Bläsercombo der Musikschule, Konzerte mit der BigBand Dorsten und Ouwe XXL (Jethro Tull und Acoustic music), Bilderschauen von Jan Muche und Peter Koerber, Walkacts, Führungen durch die denkmalgeschützten Gebäude sowie das interaktive Leopold-Regal.

Unübersehbare und unüberhörbare Wegweiser im Freigelände werden Feuerspucker sein und die Bläser von schwarz/rot Atemgold 09, die Dorfkapelle des Ruhrgebiets, macht auch an allen Bühnen Station. Und ergän-zend zur ohnehin auf Fürst Leopold ansässigen Gastronomie gibt es auch ein reichhaltiges kulinarisches Angebot.

"Tolles Eventzentrum"

CDU-Landtagsabgeordneter Josef Hovenjürgen äußerte sich als Vorsitzender der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhrt (RVR) lobend über das Creativ-Quartier. "Ein tolles Eventzentrum und ein gelungenes Beispiel für den Strukturwandel."

Stephan Conrad von der Ruhrkohle-Tochter RAG Montan Immobilien gab auch für Dorsten die Parole aus: "Auf diesen Flächen müssen wir neue Bilder entstehen lassen, um den Wandel erlebbar zu machen." Hans Schuster (Veranstaltungsmanager des Creativ-Quartiers Fürst Leopold) erklärte: "Die Nacht der Industriekultur ist sehr wichtig für uns, um den Standort noch weiter nach vorne zu bringen."

Bis zum 8. Mai gibt’s das Extraschicht-Frühbucher-Ticket für nur 12 Euro (statt 20 Euro an der Tageskasse). Im Ticketpreis enthalten ist der Eintritt zu allen 46 Spielorten, die kostenlose Nutzung der Shuttlebusse und aller Busse und Bahnen im VRR- und VRL-Gebiet. Alle Infos zum Frühbucher-Ticket . Ab 9. Mai gibt es dann Vorverkaufstickets zum Normalpreis von 17 Euro, unter anderem in der Dorstener Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20. Das Fürst Leopold-Gelände (auch die Restaurants) sind frei zugänglich, um die Ausstellungen und die Bühnenauftritte zu sehen, ist aber ein Ticket nötig.

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