Sibylle Marcin (l.), Vorsitzende der Förderinitiative, und Maria Heckötter vom Handarbeitskreis an ihrem Stand in der Essener FloraWelt. © privat
Wohltätigkeitsbasar

Einsatz mit Herz in der FloraWelt: Frauen bestricken Besucher

Menschliche Wärme und Zuwendung sind ihr Ding. Für den guten Zweck lassen Frauen der Förderinitiative für Krebskranke an der Uniklinik unter Leitung einer Dorstenerin die Nadeln klappern.

Seit viereinhalb Jahren leitet die Dorstenerin Sibylle Marcin als Vorsitzende eine Förderinitiative für Krebskranke in der Uni-Frauenklinik Essen. „Wir unterstützen die Patientinnen hauptsächlich mit psychosozialen Angeboten wie Patientenseminaren, Yogakursen, Schulungsprogrammen und einem Aktivkreis“, sagt Sibylle Marcin und ergänzt: „Wir gehören zur Stiftung Universitätsmedizin, arbeiten und wirtschaften aber unabhängig.“

Frauen lassen ihre Stricknadeln klappern

Im Hintergrund der Aktivitäten klappern zahlreiche Frauen der Förderinitiative mit ihren Stricknadeln. Denn die Handarbeitsgruppe der Förderinitiative veranstaltet zweimal jährlich einen Basar, dessen Erlös der Förderinitiative zugute kommt. Dazu treffen sich die Damen zweimal dienstags nachmittags im Monat und stricken Socken, Schals, Platzdeckchen, Taschen. Oder sie gestalten Karten und Deko. Nur kann der diesjährige Basar wegen der Corona-Pandemie nicht in der Uniklinik Essen veranstaltet werden. In der FloraWelt haben die Damen eine passende Alternative gefunden.

„Wir wissen von einem der Geschäftsführer des Blumen/Gartencenters FloraWelt, Tobias Hellerberg, dass er als Krebspatient des Essener Klinikums auch mit der Stiftung zusammenarbeitet und vor einiger Zeit einen Gospelchor für krebskranke Jugendliche ins Leben gerufen hat, der momentan auch pausieren muss. Auf unsere Anfrage hin hat uns Herr Hellerberg mit seinem Geschäftspartner erlaubt, unsere Handarbeitsartikel ab Samstag (14.11.) in ihrem Geschäft anzubieten.“

Kundenandrang in Coronazeiten ist natürlich nicht erlaubt. Doch die FloraWelt habe mit System vorgesorgt, dass die Kunden nicht miteinander kollidieren, erzählt uns Sibylle Marcin. „Der Weg durchs Geschäft ist über einen Rundgang vorgegeben. Und natürlich wird auf die Anzahl der Menschen im Geschäft geachtet.“ Bekanntermaßen darf sich laut Coronaschutzverordnung zurzeit lediglich eine Person auf zehn Quadratmetern Geschäftsraum bewegen.

Damen am Stand mit FFP2-Masken geschützt

Sibylle Marcin hat für ihre Mitstreiterinnen am Stand sichergestellt, dass die Damen besonders geschützt sind: „Alle bekommen einen FFP2-Mund-Nasen-Schutz.“ Der sorge nicht nur dafür, dass andere nicht angesteckt werden, sondern auch für die eigene Sicherheit. Das ist mehr, als die üblichen MSN-Bedeckungen bewirken können.

Nun hofft Sibylle Marcin nach dem Aufbau des Standes am Freitagnachmittag, dass sich die Kunden von dem Angebot bestricken lassen. „Der Erlös kommt der Förderinitiative, die verschiedene Projekte anstößt, zugute.“

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Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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