Entwarnung mit Einschränkung nach Quecksilberfund in der Lippe

Quecksilber- und Waffenfund

Keine ungewöhnliche Belastung des Lippewassers ergab die Analyse der Wasserproben nach dem Quecksilberfund am Mittwoch. Komplette Entwarnung gibt es seitens der Behörden aber noch nicht.

Dorsten

, 16.08.2019, 16:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Entwarnung mit Einschränkung nach Quecksilberfund in der Lippe

Keine ungewöhnliche Belastung der Lippe ergaben die Wasserproben. Die Untersuchung der Fische ist aber noch nicht abgeschlossen. © Lippeverband Essen

Nach dem Quecksilber-Fund am Mittwoch in der Lippe im Bereich des Hervester Schwalls gibt die Bezirksregierung nun Entwarnung. Die an der Fundstelle und im weiteren Verlauf der Lippe genommenen Wasserproben sind analysiert. „Die Ergebnisse geben keinerlei Hinweise auf eine ungewöhnliche Belastung des Lippewassers mit Quecksilber“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung Münster.

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Damit wird auch die vorsorgliche Sperrung des Bereichs wieder aufgehoben. Das heißt: Schwimmen und Kanufahren sind wieder erlaubt. Das Angelverbot, das das Veterinäramt des Kreises zwischen der Hervester Brücke (Dorfstraße) bis zur Kreisgrenze (Kreis Wesel) verhängt hatte, bleibt aber vorerst bestehen. Denn die Untersuchung der Fische auf Quecksilber ist noch nicht abgeschlossen. Vom Verzehr von Fischen, die dort geangelt wurden, wird weiterhin abgeraten.

Kriegswaffen werden katalogisiert

Völlig unklar ist noch, wie das Quecksilber in die Lippe gelangt war und wie lange es dort bereits lag. Entdeckt worden war es zufällig, als Polizeitaucher am Mittwoch Weltkriegswaffen und -munition aus dem Fluss bargen. Ob ein Zusammenhang zwischen der Munition und dem Quecksilberfund besteht, ist derzeit noch nicht bekannt. „Es ist alles Mögliche vorstellbar, wie das Quecksilber in die Lippe gelangt ist“, teilte Kreispolizeisprecher Andreas Lesch auf Nachfrage mit. Deshalb gehen die Ermittlungen derzeit in alle Richtungen. Auch wegen des Verdachts auf ein Umweltdelikt ermittelt die Polizei.

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Die Waffen sollen zunächst katalogisiert werden, um ihre Herkunft zu ermitteln. „Je nachdem, wie lange sie im Wasser lagen, sind Seriennummern eventuell nicht mehr zu erkennen“, sagt Lesch. In jedem Fall sei kein schnelles Ergebnis zu erwarten. „Das wird dauern“, so der Polizei-Sprecher.

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