Erdwärme soll Haus in Dorsten-Wulfen beheizen

Kostenersparnis

WULFEN 60 Meter tief wird derzeit im Vorgarten von Familie Baranski aus Wulfen-Barkenberg gebohrt. Ihr Haus soll künftig mit Erdwärme geheizt werden.

von Von Berthold Fehmer

, 01.10.2009, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei 60 Meter tiefe Löcher werden derzeit in Simone Baranskis Vorgarten gebohrt. Sie möchte ihr Haus in Wulfen-Barkenberg demnächst mit Erdwärme heizen.

Drei 60 Meter tiefe Löcher werden derzeit in Simone Baranskis Vorgarten gebohrt. Sie möchte ihr Haus in Wulfen-Barkenberg demnächst mit Erdwärme heizen.

60 Meter tief muss das Loch mit etwa zehn Zentimetern Durchmesser werden. Drei Löcher, zwei im Vorgarten und eines neben dem Haus, braucht Simone Baranski, damit sie und ihr Mann Thorsten es im kommenden Winter warm haben. „Sechs Meter Abstand muss zwischen den Löchern sein, sonst nehmen sie sich die Wärme weg“, weiß Simone Baranski, seitdem sie sich intensiv mit der Materie beschäftigt hat.

Unfreiwillig ist die Wulfenerin auf das Thema gestoßen worden. Denn die RWE, von denen die Baranskis elf Jahre lang Strom für ihre Nachtspeicherheizung bezogen haben, kündigte bekanntlich an, den Nachtstrom-Konzessionsvertrag 2012 auslaufen zu lassen. Heißt: Spätestens dann wird es richtig teuer. Nicht nur die Baranskis, sondern tausende Hausbesitzer in Barkenberg stehen derzeit vor diesem Problem. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Umrüstung auf Erdwärme inklusive Wärmepumpe bei den Baranskis auf 37 000 Euro. Allerdings gebe es zahlreiche Förderungsmöglichkeiten, sagt Simone Baranski. Sie schätzt, dass sie und ihr Mann demnächst 100 Euro Heizkosten im Monat sparen.

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