Erlebnisreiche Storchenroute ist bei Wanderern der große Renner

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Naturschutz hautnah beobachten - in Dorsten mit großem Erfolg: Die „Storchenroute“ durch den Hervester Bruch hat im Internet sechsstellige Zugriffszahlen. Viele Wanderer besuchen die Tour.

Dorsten, Hervest

, 21.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ein landschaftlich äußerst reizvolles Gebiet, rot-weiße Schilder weisen Fremden den Weg mitten hinein ins „Storchenland“. Vor allem bei Spaziergängern und Wanderern ist dieses schöne Fleckchen Dorstener Erde und Feuchtgebiet sehr beliebt. Paul Schürmann hat es schwarz auf weiß: „Ich habe die 100.000er-Marke knacken können“, sagt der Dorstener Heimatfreund.

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Eine sechsstellige Zahl an Besuchern hat sich damit inzwischen im Internet über sein Wanderangebot namens „Storchenroute“ im Hervester Bruch informiert, die der Dorstener Schornsteinfegermeister auf dem Online-Portal „Outdooractive“ (Suchwort: Hervester Bruch) in aller Ausführlichkeit vorstellt.

Diesen Weg hat Paul Schürmann für seine Storchenroute ausgesucht.

Diesen Weg hat Paul Schürmann für seine Storchenroute ausgesucht. © Privat

Mehr als 23.000 Nutzer sind tiefer in die Seiten eingestiegen. Der Hervester Bruch mit den Störchen, Heckrindern und 50 Brut- und Zugvögelarten als Ausflugsziel wird dabei von fast 60 Facebook-Nutzern bewertet: mit 4,7 von 5 Punkten.

Auch Heckrinder sind zu sehen.

Auch Heckrinder sind zu sehen. © Privat

Angelegte Stillgewässer, sumpfartige Grünflächen, ausgebaute Stege, die durch das Röhricht führen, getarnte Aussichtskanzeln: Das durch Bergsenkungen entstandene Gebiet wird inzwischen in vielen Internet-Blogs vorgestellt, der Naturpark Hohe Mark macht online Werbung für den erlebnisreichen Sehenswürdigkeiten, das Outdoor-Portal „Komoot“ listet einen anderen Rundkurs durch das Storchenland auf Platz 1 der beliebtesten Dorstener Wanderrouten auf, noch vor den Spazierwegen rund um Schloss Lembeck.

Viele Wanderer beobachten das Natur-Geschehen an den Aussichtspunkten.

Viele Wanderer beobachten das Natur-Geschehen an den Aussichtspunkten. © Privat

Aber keiner stellt den Interessierten so viele Infos zur Verfügung wie Paul Schürmann: die Entstehung des zweitgrößten Naturschutzgebiets im Kreis Recklinghausen, detaillierte Streckenführung, viele Fotos, aktuelle News, Karte mit 3D-Flug.

Genussvolles am Ende

„Dass ich mit den Restaurants Grütering und Einhaus zwei attraktive Einkehrmöglichkeiten vorstelle, macht sicher den Erfolg meiner Route aus“, so Paul Schürmann: „Wanderer wissen es schätzen, wenn sie ihre Tour genussvoll ausklingen lassen können.“

Diesen Weg hat Paul Schürmann für seine Storchenroute ausgesucht.

Am Jägerhof Einhaus beginnt die Tour. © Privat

Der Dorstener hat für das Internet-Portal „Outdooractive“ mehrere Rundkurse durch die Lippestadt entwickelt: „Dorsten-Altstadt/Blauer See“, „Historische Runde“, „Lippefähre/Dorstener Häfen“ oder „Stadt, Land, Fluss“. Die Storchenroute aber hat die meisten Klicks im Internet. 7,4 Kilometer lang ist sie, in knapp zwei Stunden auch für Ungeübte zu schaffen.

Der Hervester Bruch ist durch Bergsenkungen entstanden.

Der Hervester Bruch ist durch Bergsenkungen entstanden. © Privat

Start ist der Parkplatz „Jägerhof Einhaus“. Erster, durch einen Waldweg von der Glück-auf-Straße zu erreichender Höhepunkt ist die Hervester Stationskapelle. „1793 erbaut, unter Denkmalschutz stehend, ein genaues Betrachten lohnt sich“, schreibt Schürmann bei „Outddoractive“.

Rastmöglichkeit auf Bänken

Erste kleine Rast können Spaziergänger auf den vom Heimatverein aufgestellten Bänken machen. „Von dort aus hat man einen schönen Blick auf das Dorf Hervest.“ Der Aussichtspunkte mit Blick auf das Geschehen am Storchennest, auf die Wasserbüffel und die eindrucksvolle Bruch-Landschaft sind die Höhepunkte.

Die denkmalgeschützte Stationskapelle.

Die denkmalgeschützte Stationskapelle. © Privat

Ziel der Wanderung ist das alte Spritzenhaus in Hervest, „auch ein schöner Ort zum Rasten“ - und nur wenige Meter vom Einhaus-Parkplatz entfernt. Aber: „Nutzt man meine drei weiteren Weg-Varianten, so lässt sich die Wanderung nach Belieben verlängern“, so Schürmann. So gibt es Anschluss an den „Schützenrundweg St. Marien“, den er mit dem dortigen Schützenverein vor Jahren eingerichtet hatte.

Hinweisschilder informieren über die Höhepunkte des Hervester Bruchs.

Hinweisschilder informieren über die Höhepunkte des Hervester Bruchs. © Privat

Übrigens: Je nutzerfreundlicher und informativer eine Tour beschrieben wird, desto höher fällt der „Outdooractive Rank“ aus. Ab 65 gilt eine Tour als Top-Tour, heißt es auf der Seite von „Outdooractive“ - die Storchentour von Paul Schürmann hat einen Wert von 81.

Lob bekam der Dorstener auch aus berufenem Munde. „Ein interessantes und reizvolles Naturerlebnis“, urteilten die Mitglieder des Naturschutzbundes Bochum, die für eine Fotoexkursion auf den Spuren der Schürmannschen Storchenroute unterwegs waren.

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