Erster Munitionstransport aus Wulfen gestartet

Zur Unterstützung der Kurden im Nordirak

Die erste Waffen- und Munitionslieferung in den Nordirak zur Unterstützung der Kurden gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist am Donnerstag (25.9.) am Flughafen Leipzig gestartet. Bereits am Mittwoch (24.9.) machte sich der erste Transport mit Munition aus dem Wulfener Munitionsdepot (Muna) nach Leipzig auf. Aber weitere werden folgen.

Wulfen

25.09.2014, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Flughafen Leipzig/Halle werden die Munition aus Wulfen und die Waffen aus einem anderen Bundeswehrstandort zusammengeführt und per Flugzeug in den Nordirak transportiert.

Am Flughafen Leipzig/Halle werden die Munition aus Wulfen und die Waffen aus einem anderen Bundeswehrstandort zusammengeführt und per Flugzeug in den Nordirak transportiert.

"Der zivile Lkw aus Wulfen mit rund 300.00 Patronen wurde von Feldjägern begleitet", berichtete Pressestabsoffizier Gerhard Horstmann  auf Anfrage unserer Zeitung. Der Lkw habe ohne Proteste oder Probleme den Flughafen Leipzig/Halle erreicht. Jedoch sei die Transportmaschine der niederländischen Luftwaffe defekt gewesen. Ihr Start sei eigentlich für Mittwochnachmittag geplant gewesen, hieß es.

Ersatzteil beschafft

"Ein Ersatzteil musste eingeflogen werden und gegen 3 Uhr am Donnerstagmorgen hob die Maschine dann ab", erläuterte Gerhard Horstmann. Am Leipziger Flughafen hätten sich die Proteste gegen die Waffenlieferung in Grenzen gehalten. Die Sicherheitsstufe sei hoch gewesen. 

In Wulfen hatte bekanntlich die Partei "Die Linke" gegen Munitionslieferungen aus Wulfen protestiert. "Dorsten wird zum Handlanger des Todes. Keine Waffen aus Dorsten in alle Welt" war, wie berichtet, vor rund zwei Wochen auf Plakaten an den Zufahrtsstraßen zum Wulfener Munitionsdepot mehrfach zu lesen gewesen.

Protest-Plakate

Das hatte den Kommandeur der Muna, Oberstleutnant David Helm, auf die Palme gebracht. Die Linke hatte daraufhin ihre Protestplakate jedoch wieder abgenommen. In den kommenden Tagen wird es weitere Lkw-Transporte von Wulfen in Richtung Leipzig geben, bestätigte Oberstleutnant Gerhard Horstmann. In welcher Größenordnung wollte der Pressestabsoffizier aus Sicherheitsgründen nicht mitteilen. Waffen, die aus Deutschland in den Nordirak geflogen werden, kommen übrigens aus einem anderen Bundeswehrstandort zum Flughafen Leipzig - erst dort werden sie aus Sicherheitsgründen mit den Munitionslieferungen aus Wulfen zusammenführt.

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