Diese lange stiefmütterliche behandelte Fläche im Dorfkern von Lembeck soll mit Mitteln aus dem Bürgerbudget attraktiv gestaltet werden. © Privat
Bürgerbudget

Es geht um 10.000 Euro: Sonderlösung für vier Projekte in Dorsten

Nicht nur ein trostloser Platz in Lembeck soll mit Geld aus dem Bürgerbudget attraktiver werden. Es stehen weitere Anträge an. Bei der Entscheidung darüber gibt es eine Corona-Sonderlösung.

Ein paar Beton-Poller, verdorrte Grasflächen, immer mal wieder Abfall auf dem Eck-Grundstück. Keine Frage: Der kleine Platz mit der großen Silberlinde neben der Laurentius-Kirche mitten im Dorfkern Lembeck sieht trostlos aus. Doch bald soll dort alles schöner werden – dank einer kräftigen Finanzspritze aus dem städtischen Bürgerbudget.

Eine Gruppe der Lembecker „Porte“ namens „Für schön“ will gemeinsam mit dem Heimatverein Lembeck dafür sorgen, dass die Fläche attraktiv hergerichtet wird. Mit einer Trockenmauer und einer neuen Bepflanzung. 6.665 Euro brauchen die Initiatoren im ersten Planungsschritt. 5.000 Euro sollen aus dem Bürgerbudget-Topf kommen, den Rest stellen die beiden Lembecker Firmen Elvermann und Cosanne als Eigenanteil zur Verfügung.

Nicht das einzige Projekt in Dorsten, das sich noch Finanzmittel aus dem Bürgerbudget-Topf erhofft. Normalerweise würden die Teilnehmer der jeweiligen Stadtteilkonferenzen über solche Anträge entscheiden. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie finden diese nicht statt.

Nur bei dringenden Bedenken

Deswegen hat die Stadt für die Entscheidungsfindung von insgesamt vier Anträgen eine Sonderlösung gefunden. Da alle vier Anträge förderfähig sind und von der Stadtverwaltung begrüßt werden, würden sie ohne weitere Abstimmung genehmigt werden. Nur wenn Bürger aus den jeweiligen Stadtteilen nachvollziehbare dringende Bedenken äußern, würde die Stadt ihre Zustimmung überdenken.

An der Hagenbecker Straße will der Förderverein der Antoniusschule eine Geschwindigkeits-Messtafel aufhängen.
An der Hagenbecker Straße will der Förderverein der Antoniusschule eine Geschwindigkeits-Messtafel aufhängen. © Privat © Privat

Neben der Platzgestaltung im Lembeck geht es um folgende Anträge: Der Förderverein der Antoniusschule beantragt eine Förderung in Höhe von 1.575 Euro für ein fest installiertes Geschwindigkeitsmessgerät an der Hagenbecker Straße in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang der Antoniusschule.

Boulebahn Östrich

In Ergänzung zur vorhandenen Boulebahn in Östrich sollen eine wetterfeste Kreidetafel für die Spielergebnisse sowie eine weitere Bank-Tisch-Kombination angeschafft werden (benötigter Förderbetrag: 470 Euro). Und auch die Anwohner der Straße „Am Sägewerk“ wollen mit einer Geschwindigkeitsmesstafel dafür sorgen, dass die Autofahrer die 30 km/h-Grenze einhalten (Förderantrag: 1.500 Euro).

Für alle vier Anträge steht noch genügend Geld zur Verfügung. Da im Frühjahr wegen des Lockdowns einige Stadtteilkonferenzen ausgefallen sind, waren im Spätsommer für 2021 noch satte 35.000 Euro im Topf.

Noch 7.700 Euro übrig

Über 17.000 Euro davon sind bis jetzt im Herbst auf „Stehtisch“-Stadtteilkonferenzen verteilt worden. Rechnet man die gut 10.000 Euro für die oben genannten Anträge ab, bleiben noch weitere 7.700 Euro für das Jahr 2021 übrig.

Wer noch Geld für Stadtteil-Ideen braucht, sollte sich also sputen: Was nicht an Förderzuschüssen bis Jahresende abgerufen wird, verfällt.

Wer Bedenken gegenüber den vier genannten Projekten hat, kann diese bis einschließlich 10. Dezember (Donnerstag) schriftlich per Mail an joachim.thiehoff@dorsten.de übermitteln. Die Entscheidung für alle Anträge wird danach zeitnah bekanntgegeben.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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