Ex-Soldaten überfallen Tankstelle - Haftstrafen

Motiv bleibt unklar

Sturmhauben auf dem Kopf, eine Pistole in der Hand: Im Februar haben zwei Ex-Bundeswehrsoldaten aus Dorsten gleich zweimal die Star-Tankstelle an der Pliesterbecker Straße überfallen. Am Freitag wurden sie in Essen verurteilt. Die Strafen: jeweils dreieinhalb Jahre Haft.

Dorsten/Essen

27.06.2014, 12:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Beim zweiten Überfall rund zwei Wochen später waren es 176 Euro. Das Motiv bleibt rätselhaft. Die Angeklagten hatten keine Geldnot, nahmen keine Drogen, einer lebte sogar noch bei seiner Mutter. "Wir haben im Internet einen Artikel über Tankstellen-Überfälle gelesen", sagte einer von ihnen vor dem Essener Landgericht. "Dann hat bei uns oben etwas ausgesetzt."

Eine der Kassiererinnen leidet noch immer unter Panikattacken. "Das ist kein Schaden, den man einfach wieder gutmachen kann", hatte der Staatsanwalt dazu im Prozess vor dem Essener Landgericht gesagt. Die Angeklagten hätten sich völlig rücksichtslos und empathielos verhalten.

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