Julie Rens und Sasha Vovk begeisterten als "Juicy" bei ihrem ersten Auftritt im Bürgerpark. © Ralf Pieper
Konzert

Explosives Duo begeisterte bei seiner Premiere in Dorsten

Radikal und zuckersüß! So kann man den Auftritt des belgischen Duos Juicy am Samstagabend im Amphitheater des Bürgerparks Maria Lindenhof zusammenfassen.

Julie Rens und Sasha Vovk fassen mit ihrer Musik politischen und gesellschaftlichen Zeitgeist in einem radikalen Trap-Mix unterschiedlichster Musikstile wie 90s RnB, Jazz, Soul, Folk und World Music zusammen. Trap ist ist ein aggressiverer Hip-Hop Sound, meist etwas schneller als klassischer Hip-Hop. Synthesizer sind bei Juicy essentieller Bestandteil ihrer Trap-Tracks.

Balladen zum Durchatmen

War der Großteil der Show in Dorsten ein explosiver Stilmix, bei dem die Musikerinnen über die Bühne wirbelten, zeigten Juicy, dass sie auch anders können und schoben die eine und andere Ballade ins Programm ein und gaben dem Publikum Gelegenheit zum Durchatmen.

„Ein toller Sound, den ich hier im Amphitheater so noch nicht erlebt habe“, sagte ein regelmäßiger Konzertbesucher. Auch die anderen Besucher äußerten sich nach drei Zugaben einstimmig positiv: „Die beiden Musikerinnen sind echte Power-Frauen. Sie tanzten, sprangen und trafen dabei noch jeden Ton – und das bei 30 Grad.“

Männer werden zu Sex-Objekten

Für einige männliche Zuschauer war die Musik eher nebensächlich – sie diskutierten welche der beiden Musikerinnen die Hübschere sei. Die Diskussion endete mit Gleichstand. An diese Männer hatten Juicy wohl in ihren Texten gedacht, in denen sie gesellschaftliche Auswüchse umkehren und die Männer zu Sex-Objekten machen.

In anderen Songs dreht es sich um Transgender und um Frauen, die ohne Mann schwanger werden möchten. „Wir singen über Menschen und Situationen, die uns umgeben“, so Julie. „Aus dem Alltäglichen suchen wir uns für unsere Songs die interessantesten Geschichten heraus“, erklärt Sasha.

„Wir möchten mehr in Deutschland spielen“

Zwei EPs haben Juicy in den bisherigen fünf Jahren ihres Zusammenseins herausgebracht. Zurzeit arbeiten sie an ihrem ersten großen Album. Das Konzert am Samstagabend war ihre Premiere in Dorsten. „Wir möchten in Zukunft mehr in Deutschland spielen“, sagen die Musikerinnen. „Das deutsche Publikum ist wahnsinnig nett.“

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Es ist die Unterhaltung mit anderen Menschen bei Reportagen, das Einfangen von Stimmungen bei Veranstaltungen und die Teilnahme an verschiedensten kulturellen Events in erster Reihe, die meine Arbeit so vielfältig machen. Nachdem ich als ausgebildeter Fotograf viele Jahre „nur“ für die Bilder zuständig war, empfinde ich heute das Schreiben als zusätzlichen wertvollen Blick „hinter die Kulissen“.
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Ralf Pieper

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