Extraschicht für Neugierige

Wulfen "Hier werden keine Streichhölzer sortiert und keine Besen gebunden." Klaus Brauckhoff muss es wissen. Er ist der Leiter der Dorstener Werkstatt für Menschen mit Behinderungen - und kennt daher die Arbeit seiner Beschäftigten ganz genau.

05.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Weil aber viele Bürger nicht so genau wissen, was sich hinter den Werkstatt-Toren tatsächlich abspielt, lädt die Diakonie am Samstag, 8. September, zu einem Tag der offenen Tür. "Wir wollen die Werkstatt so unverkleidet lassen, wie möglich", erklärt Brauckhoff weiter. Bei einem Rundgang durch die vielen "Abteilungen" der Werkstatt lernen die Besucher die verschiedenen Bereiche des Betriebs kennen. Metallverarbeitung, Hauswirtschaft, Textilverarbeitung, Montage sowie Garten- und Landschaftsbau gehören zum Aufgabenspektrum der Beschäftigten.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Diakonie einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Denn anders als beim traditionellen Adventsfest, haben die Besucher der Werkstatt die Gelegenheit, die Aufgaben der Beschäftigten kennen zu lernen. "Beim Adventsfest sind die Werksräume zwar schön geschmückt, überall funkeln Sterne, aber man kann nicht erkennen, wie es im Alltag ist", hat Brauckhoff festgestellt. Dafür legen die fleißigen Arbeiter am Samstag extra eine Sonderschicht ein.

Beginn des Festes in der Werkstatt (Thüringer Straße 24) ist um 13 Uhr, bis 18 Uhr dürfen die Besucher durch die Gebäude streifen. Außerdem gibt es Musik und Tanz rund um das Gebäude, Mitmach-Aktionen, Vorführungen, Unterhaltung für Kinder und selbstverständlich Getränke und Essen.

Die Wulfener Werkstatt beschäftigt momentan 263 Menschen mit Behinderungen, betreut werden sie von 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Standort gehört dem Verbund Recklinghäuser Werkstätten an. ah

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