Die Montessori-Grundschule in Wulfen bietet ab Montag wieder eine Notbetreuung an. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Falsche Corona-Testergebnisse: Montessorischule zieht Konsequenzen

An der Montessori-Grundschule ist die Erleichterung groß. Nachdem es hieß, fünf Mitarbeiter seien Corona-positiv, ist nun klar: Alle sind gesund. Konsequenzen gibt es dennoch.

Der erste Schnelltest: positiv. Der erste PCR-Test: negativ. Fünf Mitarbeiter der Montessori-Grundschule in Wulfen haben in den letzten Tagen ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Doch nachdem auch der zweite PCR-Test am Wochenende ein negatives Ergebnis brachte, gelten sie als gesund.

Die Schule startet am Montag (25.1.) wieder mit der Notbetreuung, die am vergangenen Donnerstag zunächst ausgesetzt worden war. „Ich bin erleichtert“, sagte der Stellvertretende Schulleiter Steffen Dederer. „Dafür, dass gleich fünf Schnelltests falsch waren, gibt es keine Erklärung.“

Nicht nur für Dederer bleibt wohl „ein gewisser Zweifel“, wie zuverlässig diese sogenannten Schnelltests tatsächlich sind. „Im letzten Jahr wurden die vom Land NRW angebotenen Testungen noch per PCR-Test durchgeführt. Der Test vergangene Woche wurde nun zum ersten Mal als Schnelltest durchgeführt.“

„Wir überdenken die Teststrategie“

„Ärgerlich“ sind für den stellvertretenden Schulleiter die Konsequenzen, die die falschen Testergebnisse hatten: Fünf Mitarbeiter samt ihrer Familien und alle Kinder der Notbetreuung mussten zweieinhalb Tage in Quarantäne, und die Notbetreuung musste ausgesetzt werden. „Deshalb werden wir die Test-Strategie noch einmal überdenken.“

Maskenpflicht, Abstand halten, regelmäßiges Desinfizieren und Lüften – daran hält die Montessorischule natürlich fest, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. „Anlasslose Testungen werden allerdings, sofern sie nur noch als Schnelltest durchgeführt werden dürfen, nicht mehr zu unseren Hygienemaßnahmen gehören“, kündigt Steffen Dederer an.

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Stefan Diebäcker

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