Familie Kathstede fand ausgewanderten Familienteil

Treffen in Washington

DORSTEN Familie Kathstede spürte in den USA ausgewanderten Familienteil auf. In Washington D.C. kam es jetzt zu einem Treffen. Gemeinsam begab man sich auf Stammbaumforschung.

von Anke Klapsing-Reich

, 09.10.2009, 13:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das erste Glück läuft ihm schon vor der Ankunft auf dem Schiff über den Weg: Margarete Schoeffel entflammt sein Herz. Er heiratet die Schöne, gründet nicht nur ein Baugeschäft in Pittsburgh, sondern auch eine Familie mit Margaret, die ihm nicht weniger als zehn Kinder schenkt. Einer dieser Söhne setzt wiederum zehn Kinder in die Welt, von denen sieben als Mönche bzw. Nonnen ins Kloster gehen. „Meine Mutter, eine geborene Hohenhinnebusch, hatte das 1947 aufgenommene Foto der ,geistlichen Sieben‘ immer in unserer Wohnung hängen“, erzählt Gerd Kathstedes Mutter Hildegard. Ganz links auf dem Foto ist auch Pater John Frederick Hinnebusch zu sehen, den die beiden Dorstener jetzt in Washington treffen konnten.

„Das ,Hohen‘ am Anfang des Namens hat die Familie in den USA abgelegt“, kletterte Gerd Kathstede tief und mit Freude in den Stammbaum mütterlicherseits hinein. Per intensiver Recherche in Internetdatenbanken konnte er den nunmehr 86 Jahre alten weitläufigen Verwandten in einem Dominikanerkloster in Washington ausfindig machen.„Ich habe ihm gemailt und um ein Treffen gebeten“, berichtet Gerd Kathstede. Nachdem Mutter Hildegard auch in den USA eingetroffen war, machte sich das Dorstener Gespann an einem heißen New Yorker Juni-Tag auf den Weg, um den „abtrünnigen“ Holsterhausener Stammbaum-Zweig in Augenschein zu nehmen. „Pater John Frederick hat uns freundlich empfangen.

Wir haben uns unterhalten, zusammen gegessen, Dokumente ausgetauscht und beim Foto-Ansehen einige Familien-Ähnlichkeiten entdeckt“, registrierte Gerd Kathstede mit Freude, dass des Paters Steckenpferd ebenfalls die Stammbaumforschung ist. Beim Abschied versprach man, in Kontakt zu bleiben. „Es ist schon interessant, dass nach so langer Zeit ein Holsterhausener Name, wenn auch leicht verkürzt, noch in den USA existiert“, ist Gerd Kathstedes Forscherdrang geweckt. Sein nächstes Projekt zeichnete sich ab, als ihm kürzlich ein Bild des Oberbürgermeisters von Bremen in die Hände fiel: Der heißt nämlich Kathstede und sieht seinem Vater unheimlich ähnlich...

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