Fassaden-Streit: Gericht entscheidet über Millionenklage

Schulzentrum Plisterbecker Straße

Im Streit um die Kosten für die Fassadenrenovierung am Schulzentrum Pliesterbecker Straße in Holsterhausen sind die Hoffnungen auf eine gütliche Einigung schon lange verflogen. Jetzt geht es vor Gericht und um Schadenersatz in Millionenhöhe.

Dorsten

, 12.01.2016, 06:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße mit der Erich-Klausener Realschule und der Dietrich-Bonhoeffer-Hauptschule. Die Fassade wurde 2011 saniert.

Das Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße mit der Erich-Klausener Realschule und der Dietrich-Bonhoeffer-Hauptschule. Die Fassade wurde 2011 saniert.

 „Der Prozess ist für den 22. Juli terminiert“, bestätigte Stadtsprecherin Lisa Bauckhorn auf Nachfrage. Die Stadt hatte im Jahr 2011 mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II die energetische Sanierung der Schulfassade in Auftrag gegeben. Hinterher bemängelten Fachleute der Verwaltung jedoch „Pfusch am Bau“: Große Teile der Arbeiten, vor allem an der Fassade, seien nur mangelhaft ausgeführt worden.

Sicherheit ist gewährleistet

Die Schuld trägt aus Sicht der Stadt eine Architektengemeinschaft. Zwei der drei Unternehmen haben ihren Sitz in Dorsten. Ein Gutachter, in der Bauphase mit der Qualitätssicherung beauftragt, und der sogenannte „Projektsteuerer“ haben nach Ansicht der Stadt ebenfalls eine Teilschuld an dem kostspieligen Dilemma.

Die Sicherheit der Fassade, das hatte die Stadtverwaltung stets betont, „wird immer wieder von einem Sachverständigen geprüft. Wenn Mängel festgestellt werden, die zu einer Gefährdung führen könnten, werden sie umgehend beseitigt“, so Lisa Bauckhorn. 

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