Ferdinand Rexforth ist seit 25 Jahren Profi-Musiker

Gebürtiger Dorstener

DORSTEN Wenn Ferdinand Rexforth mit seinen Bandmitgliedern auf der Bühne steht, dann kann er sich ein Schmunzeln nicht verkneifen: „Die sind teilweise jünger als meine Kompositionen, die sie spielen“, sagt der aus Dorsten stammende Jazz-Saxophonist.

von Von Michael Klein

, 15.10.2009, 19:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der aus Dorsten stammende Saxophonist Ferdinand Rexforth.

Der aus Dorsten stammende Saxophonist Ferdinand Rexforth.

1960 wurde Ferdinand Rexforth in der Lippestadt geboren, lernte zunächst Blockflöte, dann Klarinette, bevor sich er sich als 15-Jähriger autodidaktisch das Saxophonspiel beibrachte. Als er sieben Jahre alt war, zog er mit seinen Eltern nach Süddeutschland, spielte dort in einer Schul-Big Band, bevor es zum Studium nach Kassel ging. 1994 veröffentlichte er mit seiner Band Mörfiye seine erste CD, auf eigenem Label names „virtual-jazz-records“. „Ich wollte alles in die eigenen Hände nehmen“.

1999 dann die Rückkehr in die Region, nach Essen. Seine Ehefrau bekam dort einen Job als Architektin. „Es kam mir vor, als wäre ich nie weggewesen“, sagt Ferdinand Rexforth, der 2002 seine zweite CD veröffentlichte und sich in Essen bald einen Stamm an Saxophon-Schülern aufbauen konnte. „Ich habe ein eigenes Studio in unserer Wohnung, das bietet gute akustische und technische Bedingungen.“ Als seine Einflüsse bezeichnet der 49-Jährige Charles Mingus, Steve Coleman und David Murray, aber auch Frank Zappa. „Ich habe zur Zeit ein Zappa-Cover-Projekt in der Mache“, verrät er. Ansonsten spielt er auch im Duo mit einem Bassisten auf Vernissagen und ähnlichen Veranstaltungen, keinen experimentellen Jazz wie mit seinem Quintett, sondern „gepflegten Swing-Latin-Bar-Jazz“, wie er sagt.

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