Fest bringt Kulturen im Dialog zusammen

30.09.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten Im Rahmen des "Projekt Hervest" begingen der Türkisch-Islamische Kulturverein und das Migrationsreferat des evangelischen Kirchenverbandes gemeinsam ein Öffentliches Fastenbrechen. Eingebettet in die Feierlichkeiten war ein "Fest der Kulturen", das seine Premiere auf dem Hervester Brunnenplatz feierte.

Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam den Dialog zwischen den Kulturen zu verbessern und Vorurteile abzubauen. Ein zentrales Anliegen nicht nur des "Projekt Hervest", das sich um Integration, Dialog und Toleranz im Stadtteil Hervest bemüht, sondern aller teilnehmenden Vereine, Gruppen und Besucher. "Alle sind bemüht, im Namen der Integration zu wirken", erklärt Arzu Akalan vom Türkischen Elternbund. "Das Interesse der Anwohner im Vorfeld der Veranstaltung war groß", bestätigt Ute-Maria Schlebusch vom Migrationsreferat. "Es gab schnell viele Zusagen zur Teilnahme." Da traf es umso besser, dass die Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten interkulturellen Woche stattfand. Motto: "Teilhaben-Teil werden!"

Der Hervester Brunnenplatz ist traditionell ein Ort der Begegnung für Anwohner mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. In den vergangenen Jahren traten hier jedoch vermehrt Spannungen auf. In ihrer Eröffnungsrede bemerkte die stellvertretende Dorstener Bürgermeisterin Christel Briefs daher auch, dass "es noch viel zu tun gibt". Sie unterstrich die Bedeutung von Dialog und gegenseitigem Respekt und stellte fest, dass Fremdheit etwas sei, "das man nicht ausblenden kann. Man muss sich auf andere einlassen". Sie bedankte sich in diesem Zusammenhang besonders bei Wolfgang Habermann vom "Projekt Hervest" und bei Mustafa Aksu vom Türkisch-Islamischen Kulturverein-DITIB für ihre unermüdlichen Bemühungen um den Dialog zwischen den Kulturen.

Gelegenheit zum Austausch gab Samstag reichlich. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des dauerhaften Regens rückte man bei Tanz-und Musikdarbietungen aus aller Welt näher zusammen. Der Heimatverein Dorsten machte mit deutschen Volkstänzen den Anfang. Es folgte die stimmgewaltigen Sängerinnen und Sänger des African Gospel Projects. Anschließend erklangen polnische Lieder, es wurde türkische Folklore präsentiert sowie Tänze aus Sri Lanka von der Tamilischen Jugendgruppe.

Andere Mitwirkende versorgten die Besucher mit Getränken und landestypischen Leckereien. So hatte zum Beispiel Thayalini Yogendran tamilische Snacks und Gebäck vorbereitet. Die Damen der ZWAR-Gruppe servierten Waffeln und Kaffee. Auch zum abendlichen Fastenbrechen nach Rede und Gebetsruf vom Imam der Fatih-Moschee, Yunus Tosun, waren alle Besucher des "Fests der Kulturen" eingeladen. EK

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