Filmfreunde dürfen sich im Sommer auf eine Open-Air-Kinoreihe in Dorsten freuen

mlzOpen-Air-Kino

Fünf Kinofilme mit Picknicks unter freiem Himmel und das bei freiem Eintritt: Das ist aber nicht das einzige Projekt, das von der Mitte-Konferenz Geld aus dem Bürgerfonds erhalten hat.

Dorsten

, 14.02.2019, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine solch hohe Fördersumme aus dem Bürgerfonds wie am Mittwoch hat die „Mitte-Konferenz“ noch nie verteilt – und so kommt es, dass die Dorstener Filmfreunde sich im Sommer dank dieser Zuwendung auf gleich fünf Open-Air-Kino-Veranstaltungen freuen dürfen - an unterschiedlichen Orten, allesamt bei freiem Eintritt.

Drei Projektpartner sind mit im Boot

Die Stadtteilkonferenz für das „Wir-machen-Mitte“-Projektgebiet bewilligte auf ihrer Sitzung am Mittwoch in der Gastronomie des Freizeitbads Atlantis einstimmig rund 16.500 Euro für die geplante Filmreihe unter freiem Himmel. Zehn Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 18.300 Euro müssen die drei Projektpartner (LWL-Wohnhaus Maria Lindenhof, Jüdisches Museum Westfalen und Mobile Jugendhilfe) selbst aufbringen. Die Filme werden im Juli und August gezeigt, „allesamt mit Picknick-Atmosphäre und Begleitprogramm“, verspricht Initiator Bernd Pape vom LWL-Wohnhaus, der den Antrag gestellt hat.

Zwei Filme sind im Amphitheater zu sehen

Welche Spielfilme auf dem Programm stehen, ist noch nicht klar. „Sie werden aber inhaltlich alle irgendwie mit den jeweiligen Schauplätzen zu tun haben“, so Pape. Zwei Filme werden im und am Amphitheater des Bürgerparks Maria Lindenhof gezeigt, einer im Garten des Jüdischen Museums, einer im Innenhof des St.-Ursula-Gymnasiums, gesucht wird noch ein vierter Ort. „Das könnte vielleicht der Spielplatz am Finkennest werden“, sagt der Initiator.

Festival-Reigen „Filmschauplätze NRW“

Die Aufführungstermine sind alle im Juli und August, die genauen Tage stehen noch nicht fest. „Das machen wir von der Terminplanung der Filmstiftung NRW abhängig, die eines der Werke zeigen wird“, erzählt der Initiator. Denn die Einrichtung will Dorsten zum dritten Mal nach 2002 (Zeche Fürst Leopold) und 2016 (Barkenberger See) in seinen Festival-Reigen „Filmschauplätze NRW“ aufnehmen - hat das detaillierte Programm aber noch nicht fertig.

Während die Filmstiftung zu dem Termin (an dem das LWL-Wohnhaus vermutlich auch einen Tag der offenen Tür anbietet) ihre eigene Groß-Leinwand mitbringt, werden die anderen vier Filme auf einer 12-Quadratmeter großen Leinwand mit LED-Technik gezeigt. Letztere wird ebenso wie der Projektor und die Werbematerialien aus dem Förderzuschuss der Mitte-Konferenz angeschafft. „Das versetzt uns in die Lage, auch in den nächsten Jahren regelmäßig Open-Air-Kino auch an anderen Orten in Dorsten anzubieten“, sagt Bernd Pape.

Kunst und Natur werden miteinander verbunden

Als Filmschauplatz in diesem Jahr infrage gekommen wäre womöglich auch die Rasenfreifläche an der alten Stadtmauer links und rechts des Ehrenmals. Doch die wird ab Juni mit einem anderen schönen Projekt bespielt, das Kunst und Natur miteinander verbindet - und ebenfalls Bürgerfonds-Fördermittel erhalten hat, und zwar knapp über 3000 Euro. Hier heißen die Projektpartner Kunstverein Virtuell-Visuell, Verkehrsverein, AG Grüne Mitte, Dorstener Arbeit und Nabu.

Filmfreunde dürfen sich im Sommer auf eine Open-Air-Kinoreihe in Dorsten freuen

Wie in einem Renaissance-Garten stellt sich das Muster der Natur-Kunst-Installation dar, die Brigitte Stüwe an der alten Stadtmauer am Westwall plant. © Brigitte Stüwe

Unter dem Titel „Renaissance Mitte“ wird die Dorstenerin Brigitte Stüwe eine Kunstinstallation schaffen, die aus Bienenweiden und Kornblumen besteht. In geometrischen Mustern, wie sie aus Renaissancegärten bekannt sind, werden sich blau blühende Bänder durch die kurz geschorenen Rasenflächen ziehen. Die Blütenfülle wird nicht nur die Augen der Betrachter erfreuen, sondern inklusive Bienenhotel auch unzähligen Insekten als Nahrungsquelle dienen. Das Bürger-Picknick zur Eröffnung am 15. Juni (Samstag) wird die Opernsängerin Irmke von Schlichting mit Stimme und Gambe begleiten.

Mobiles Groß-Schachbrett kann ausgeliehen werden

Nur grüne Zustimmungs-Karten reckten die Teilnehmer der Mitte-Konferenz auch für das dritte beantragte Vorhaben in die Höhe. Wieder war das LWL-Wohnhaus (Im Werth 6) beteiligt, diesmal in Person seines Bewohners Jörg Biermann. Er bekommt 765 Euro für ein mobiles Schachspiel, das sich Nutzer des Bürgerparks, Schul-AGs oder Schach-Vereine demnächst vor Ort ausleihen können. Es besteht aus einem ausrollbaren Schachbrett und 70 Zentimeter hohen schwarzen und weißen Schachfiguren aus Holz, die der Ideengeber selbst herstellen wird.

Verpackt wird das Ganze in eine rollende Kiste, die als Ablage- und Sitzfläche dienen kann. Inspiriert wurde Jörg Biermann von der Fläche vor der ehemaligen Jugendverkehrsschule im Bürgerpark: Hier sind noch die Umrisse der 40 Jahre alten Schachspielfläche des damaligen Freizeitparks zu sehen.

Für den Rest des Jahres stehen noch gut 38.000 Euro an Fördermitteln aus dem Bürgerfonds für Projekte im Projektgebiet von „Wir machen Mitte“ zur Verfügung. Infos im Stadtteilbüro, Gahlener Straße 9, Tel. (02362) 21405-40, E-Mail.
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