Gewusst wo - der Mini-Wochenmarkt in Dorsten ist wieder da

mlzFleißiger Markthändler

Peter Holoubek (Inhaber von „Geflügel- und Wild Heßling-Averdonk“) hat freitags nachmittags einen neuen Standort in Dorsten - und ist damit der kleinste Wochenmarkt der Stadt.

Dorsten

, 28.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Karina Schneider steht mit ihrem kleinen Sohn schon am Tresen, kaum dass Peter Holoubek die Klappen seines Verkaufswagens geöffnet hat. Sie kennt den Markthändler schon lange. „Schon meine Oma hat bei ihm immer gerne ihr Geflügel eingekauft“, erzählt die junge Mutter.

An diesem Nachmittag gehört sie zu der überschaubaren Zahl an Kunden, die sich zu dem Markthändler verlaufen. „Um die 30 Leute hatte ich hier am ersten Tag, da ist noch etwas Luft nach oben“, sagt Peter Holoubek, Inhaber von „Heßling-Averdonk“. Kein Wunder: Seine Kunden müssen sich erst noch an den neuen Standort gewöhnen.

Neben dem Kult-Imbiss

Mit seinem Wagen steht Peter Holoubek seit Kurzem auf dem Gelände vor dem Getränkemarkt van der Moolen an der Bochumer Straße 54, direkt neben der Kult-Imbissbude „Currystation 52“. Der 56-jährige Dorstener hat dort nach einer kleinen Odyssee in diesem Monat einen neuen Anlauf gestartet, die Dorstener Bürger vor dem Wochenende mit frischem Geflügel und Wild zu versorgen - und zwar freitags nachmittags, jeweils von 14.30 Uhr bis 18 Uhr, als „kleinster Wochenmarkt“ in Dorsten.

Erfolgreicher Mini-Markt

Das, was heute in vielen Städten - auch in Dorsten - unter dem Namen „Feierabendmarkt“ als neueste Attraktion vermarktet wird, hat Peter Holoubek bereits vor mehr als zehn Jahren erfolgreich ins Leben gerufen. Um seinen Verkaufswagen herum gruppierte sich bis 2011 der „Mini-Markt“, der jeden Freitag-Nachmittag auf dem damaligen Gelände des Frischgeflügel- und Wild-Großhandels „Heßling-Averdonk“ an der Kirchhellener Allee/An der Seikenkapelle stattfand. Neben ihm gab es Obst, gab es Brot, gab es Blumen.

Als dieser Firmen-Standort - einst ein Zerlegebetrieb mit 25 Angestellten - geschlossen wurde, musste Markthändler Peter Holoubek 2012 mit dem Freitags-„Mini-Markt“ auf den Parkplatz des Gartencenters Rexforth an der Bochumer Straße umziehen. Dort lief das Geschäft anfangs gut: „Wir hatten einen Fischwagen, einen holländischen Käsehändler, Kartoffeln, Obst und Imkerei-Produkte“, erzählt Holubek.

In Gladbeck und Holsterhausen

Doch irgendwann kam zunächst der Käse-Wagen nicht mehr („das wurde ihm zu viel, weil er am nächsten Tag schon wieder früh woanders hinmusste“), und dann machte Anfang dieses Jahres auch noch das Gartencenter dicht - und wieder war Holoubek heimatlos.

Zumindest, was den Freitag nachmittag angeht. Denn vormittags hat er immer gut zu tun. Dreimal die Woche steht HoloGewussubek, der an der Gelsenkirchener Straße seinen Firmensitz mit Schneidehalle, Lager und Büro hat, in Gladbeck auf dem Wochenmarkt, donnerstags auch auf dem Berliner Platz in Holsterhausen.

Nachbarn erwünscht

Früher war „Heßling-Averdonk“ samstags auch auf dem Dorstener Marktplatz präsent: „Doch seit ich nur noch einen Wagen habe, musste ich mich entscheiden“, sagt der Händler: „In Gladbeck laufen die Geschäfte besser.“

An der Bochumer Straße wird er bis Ende März anzutreffen sein. „Im Frühling und Sommer ist es nachmittags zu heiß“, erklärt er. Seine früheren Mini-Markt-Kollegen vermisst der 56-Jährige. „Ich würde mich deshalb freuen, wenn ich auch ein, zwei Nachbarn hätte.“

Wegen des Feiertags Allerheiligen am 1. November steht Peter Holubek in der kommenden Woche am Donnerstag (31. Oktober) von 14.30 Uhr bis 18 Uhr an der Bochumer Straße 54.
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