Die Zentrale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge an der Bochumer Straße wird saniert

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Die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge an der Bochumer Straße wird auf Vordermann gebracht. Die Arbeiten dauern länger als ursprünglich geplant.

Dorsten

, 22.07.2019, 13:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das alte Petrinum an der Bochumer Straße wird zur Zentralen Unterbringungseinrichtung für 250 Flüchtlinge umgestaltet. Die Arbeiten werden vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt ausgeführt. Die Stadt als Hauseigentümerin tritt mit zwei Millionen Euro in Vorleistung, bekommt das Geld aber von der Bezirksregierung Münster zurück.

Zurzeit sei das Gebäude leergezogen, sagte Stadtsprecher Ludger Böhne auf Anfrage. Nach der Eröffnung sollen Familien mit Kindern oder alleinstehende Frauen dort ein vorübergehendes Domizil bekommen, bevor sie in Wohnungen umziehen.

Anpassung an Qualitäts- und Sicherheitsstandards

Das Land möchte die ZUE umbauen, um den gestiegenen Qualitäts- und Sicherheitsstandards für die Unterbringung von Menschen zu entsprechen. Laut der Sprecherin der Bezirksregierung Münster, Ulla Lütkehermölle, die die für Dorsten zuständige Behörde ist, „sollte die ZUE Dorsten eigentlich schon im August 2019 fertiggestellt sein“.

„Aufgrund von baulichen Verzögerungen kann derzeit kein konkreter Termin für eine Neubelegung mit Bewohnern mitgeteilt werden“, sagt Ulla Lütkehermölle. Man gehe aber davon aus, dass das Haus im vierten Quartal dieses Jahres fertiggestellt wird. „Sobald das Gebäude fertig ist, kann mit einer zeitnahen Belegung gerechnet werden“, kündigt Lütkehermölle an.

Für die Stadt ist die Herrichtung des alten Petrinums als Zentrale Flüchtlingsunterkunft „eine Bereicherung“, wie der Stadtsprecher auf eine frühere Anfrage von uns sagte. „Ohne die Nutzung als ZUE wären für die Gebäude ansonsten Leerstandskosten angefallen, zum Beispiel für Temperierung, Funktionsprüfungen, Hausmeistereinsatz, Sicherung und Instandhaltung“, so Ludger Böhne.

Große Räume werden in kleine unterteilt

Die wichtigsten Bausteine der Sanierung sind die Erneuerung der Haustechnik (Elektro, Sanitär, Heizung, Sicherheit), auch mit dem Ziel, Energie und Kosten zu sparen. Durch Trockenbau werden große ehemalige Klassenräume in kleinere Einheiten unterteilt. In der Turnhalle werde eine zentrale Ausgabeküche eingerichtet.

2024 läuft die vorübergehende Nutzung des alten Petrinums als ZUE ab. Was dann aus dem Gebäude wird, ist anschließend (auch nach dem Auslaufen der Hauptschulen) im Zusammenhang mit der Entwicklung des Johannesquartiers im Stadtsfeld zu betrachten, heißt es vonseiten der Stadt. Über eine eventuelle Förderung des Johannesquartiers müsse das Land abschließend entscheiden.

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