Freibad-Gelände soll eingezäunt werden

Nutzung zu teuer

Das alte Freibadgelände an der Bismarckstraße wird auch in Zukunft nicht bebaut, soll eine Grünfläche bleiben. Und es soll auch für die Öffentlichkeit gesperrt bleiben. Deshalb will die Stadt das Gelände einzäunen.

Dorsten

von Michael Klein

, 08.09.2017, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sah es Ende 2015 auf dem Gelände aus.

So sah es Ende 2015 auf dem Gelände aus.

Diesen Vorschlag unterbreitet die Verwaltung den Mitgliedern des Umwelt- und Planungsausschusses auf deren Sitzung am Dienstag (12. September) um 16 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses.

Begründet wird die Sperrung der Fläche mit den Kosten, die nötig wären, um das Gelände für die Bürger zu öffnen. Auf der Fläche liegen nämlich Bauschutt-, Schotter- und andere Boden-Anhäufungen, die zum Teil chemisch „leicht belastet“ seien, aus denen zum Teil Metallteile herausragen.

Bis zu 400.000 Euro

Für die erforderlichen Bodenarbeiten, für die Herstellung von Wegen, für die Neuanpflanzung von Bäumen und die Planungskosten kalkuliert die Verwaltung laut der Beschlussvorlage für die Politiker bei öffentlicher Nutzung mit bis zu 400.000 Euro. Die Einfriedung durch einen Zaun, die regelmäßige Kontrolle durch städtische Mitarbeiter käme deutlich billiger: weniger als 50.000 Euro. Die Natur würde sich von alleine entwickeln, auf Dauer könnte so ein „Wald mit Lücken“ entstehen.

2001 geschlossen

40 Jahre lang lief hier der Freibad-Betrieb, wegen des immer größer werdenden Sanierungstaus wurden 2001 die Pforten geschlossen. Die damaligen privaten Betreiber des Atlantis-Freizeitbades auf Maria Lindenhof hatten sich verpflichtet, hier ein neues Freibad zu errichten. Doch dazu ist es aus Insolvenzgründen nie gekommen. Im März 2015 beschloss die Politik schließlich den Abriss der Ruinen des alten Freibads, weil sich Nachbarn über die Zustände dort beschwerten. Ende 2015 wurde das Gelände dann endgültig von den letzten Bauten freigeräumt.

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