Friseure öffnen: So sieht der nächste Friseurbesuch aus

mlzCoronavirus:

Lange mussten Dorstener warten und lang sind auch die Haare geworden in den letzten Wochen. Jetzt dürfen die Friseure wieder schnippeln. Allerdings gilt es dabei einiges zu beachten.

Dorsten

, 03.05.2020, 20:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur nach Terminvereinbarung, immer mindestens einen Stuhl zwischen den Kunden frei lassen, damit der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten wird und natürlich Masken und Desinfektionsmittel - das sind nur einige Anforderungen, die Friseure ab Montag, 4. Mai, erfüllen müssen.

Jetzt lesen

Im Salon von Elke Mönnich „war auch schon vor der Zwangspause viel weniger los im Salon als normal“, sagt ihr Sohn Markus Mönnich. Er koordiniert die Terminvergabe, denn ohne Termin - kein Friseurbesuch. Im Salon Mönnich können aufgrund der Bestimmungen immer sechs Kunden gleichzeitig die Haare geschnitten werden. „Weil ja gilt pro zehn Quadratmeter immer nur ein Kunde“, so Markus Mönnich.

Verwirrung um 10-Quadratmeter-Angabe pro Kunde und Salonfläche

Diese Angabe ist Salonchefin Silvia Kammerer vom Salon Haarvison neu. „Das habe ich noch nie gehört und würde dann ja mit dem Mindestabstand von 1,50 Meter auch nicht mehr passen“, gibt sie zu bedenken.

Und auch im Handout der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege für die notwendigen Maßnahmen, die Friseure jetzt ergreifen müssen, um wieder öffnen zu dürfen, steht von der 10-Quadratmeter-Regelung kein Wort.

Das wird alles anders sein als sonst:

Trotzdem, im Salon Haarvision von Silvia Kammerer laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Auf einiges sei ab dem 4. Mai, wenn die Friseure wieder ihrem Handwerk nachgehen dürfen, zu achten:

  • Der Mindestabstand von 1,50 Meter ist einzuhalten. „Wir können sogar auf 2 Meter in alle Richtungen kommen“, so die Salonchefin.
  • Der Kunde darf nur für die Dauer der Friseurtätigkeit im Ladenlokal sein.
  • Außerdem ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske für Kunde und Friseur Pflicht. Der Kunde hat einen Schutzumhang zu tragen und für den Friseur ist es Pflicht, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel zu benutzen.
  • Bewegungsräume sind im Salon mit Markierungen zu kennzeichnen. Außerdem gibt es keine Wartebereiche mehr.
  • Im Kassenbereich wird es ein Schutzschild geben. Kontaktloses Bezahlen wird bevorzugt, „aber auch Bargeldzahlung ist natürlich immer noch möglich“, sagt Silvia Kammerer.
  • Die Instrumente der Friseure müssen nach jeden Kunden gereinigt werden.
  • „Ganz wichtig ist, dass auch die Kunden eine Maske tragen müssen. Und Kunden, die Krankheitssymptome aufweisen oder eine Atemwegserkrankung haben, werden nicht bedient“, so die Salonchefin weiter.

Aber wie soll das gehen? Haareschneiden mit einer Maske im Gesicht und befestigt an den Ohren? „Ja das werden wir dann sehen, aber ich kann mir vorstellen, dass wir an den Seiten vorsichtig kämmen und das Gummi vom Ohr zur Seite ziehen, während der Kunde die Maske mit der Hand hält für den Moment“, so Silvia Kammerer.

  • Außerdem müssen dem Kunden, wenn er die Haare geschnitten bekommen möchte, jetzt dieselben auch gewaschen werden. „Trockenschnitte gibt es jetzt nicht mehr, für niemanden.“
  • Dass jetzt wieder Haare geschnitten, gefärbt und frisiert werden dürfen, heißt aber noch lange nicht, dass alle andere Leistungen auch wieder erbracht werden dürfen. „Gesichtsnahes Arbeiten wie Augenbrauenfärben, Wimpernfärben und auch Bartpflege ist nach wie vor verboten“, weiß Silvia Kammerer.
  • Die Kontaktflächen müssen nach jedem Kunden mit einem Flächendesinfektionsspray abgewischt werden.
  • Zutritt für Kunden gibt es nur nach Terminvereinbarungen, da es keinen Wartebereich mehr gibt.
  • Auf leckeren Kaffee und Zeitschriften für den Zeitvertreib müssen Kunden verzichten.
  • Auch das beliebte „ich föhne mir selber die Haare“ ist derzeit verboten.

Jetzt lesen

Eigentlich haben die meisten Friseure ja montags geschlossen. So auch Silvia Kammerer. Aber da die Salontüren ab dem 4. Mai wieder geöffnet werden dürfen, und das ein Montag ist, öffnet auch sie dann am Montag. „Je nachdem wie die Nachfrage nach Terminen in den kommenden Wochen ist, werden wir überlegen auch an weiteren Montagen den Salon für unsere Kunden zu öffnen“, sagt Silva Kammerer.

Lesen Sie jetzt