Auf Spiel- und Bolzplätzen hielten sich einige Dorstener am Wochenende nicht an Maskenpflicht und Abstandsregeln. (Symbolbild) © dpa
Coronavirus

„Frühlingswetter kein Freibrief“: Stadt Dorsten schließt zur Not die Spielplätze

Das gute Wetter zog auch in Dorsten viele Menschen ins Freie. Der Großteil hielt sich an die Corona-Regeln. Aber es gab auch Ausnahmen auf Spielplätzen und Bolzplätzen.

Vor gut einer Woche absolvierten Jugendliche noch leichtsinnige Mutproben auf dem zugefrorenen Barkenberger See. Nun locken Sonne und Temperaturen von bis zu 20 Grad seit dem Wochenende viele Menschen ins Freie. Das Frühlingswetter sei aber kein Freibrief, die Corona-Regeln zu vernachlässigen oder zu missachten, teilte der Corona-Krisenstab der Stadt Dorsten mit.

Ganz so groß wie etwa am Dortmunder Phoenix-See, wo die Polizei 400 Personen kontrollierte und Straßen sperrte, war der Andrang an beliebten Treffpunkten in Dorsten nicht. Im Gegenteil: Dem Kommunalen Ordnungsdienst zufolge haben sich die allermeisten Dorstener an die Regeln gehalten.

„Zum Glück Einsicht gezeigt“

Aber es gab auch Ausnahmen, etwa auf Spielplätzen und Bolzplätzen. „Nach persönlichen Ansprachen vom Kommunalen Ordnungsdienst haben diejenigen dann zum Glück schnell Einsicht gezeigt“, sagt Christoph Fortmann, Leiter des Dorstener Ordnungsamts.

Sollten sich Verstöße in den nächsten Tagen häufen, drohen nicht nur Bußgelder: „Die Stadt Dorsten behält sich vor, etwa Spielplätze oder andere (zu) stark frequentierte Plätze im Stadtgebiet zu schließen, sollte sich dort nicht an die geltenden Regeln gehalten werden“, teilte die Stadtverwaltung mit.

Mitarbeiter der Stadt Dorsten montieren eine Schaukel ab: Weil sich kaum jemand an die Regeln hielt, griff die Stadtverwaltung im Frühjahr 2020 hart durch. © Guido Bludau (Archiv) © Guido Bludau (Archiv)

Die Stadt kündigte außerdem verstärkte Kontrollen und eine erhöhte Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes in den kommenden Tagen an. Damit wolle man die Einhaltung der Regeln kontrollieren und Sicherheit vermitteln. Im Laufe der Woche sollen auf den Spielplätzen im Stadtgebiet gut sichtbar Plakate aufgehängt werden, die auf Maskenpflicht und Abstandsregeln hinweisen.

2020 griff die Stadt hart durch

Das weckt Erinnerungen ans Vorjahr. Im März ordnete die NRW-Landesregierung die Sperrung der Spielplätze an. Die Stadt Dorsten probierte es zunächst mit Hinweisschildern und Appellen. Als sich kaum jemand daran hielt, begannen Mitarbeiter des Bauhofs, Spielgeräte und Bänke abzumontieren und sperrten Spielplätze mit Flatterband ab.

„Auch wenn der Inzidenzwert leider wieder etwas angestiegen ist, sind wir in Dorsten im Kampf gegen das Virus auf einem guten Weg“, sagte die Leiterin des Kristenstabs, Nina Laubenthal. Sie appellierte daran, der Pandemie „weiterhin gemeinsam mit Verstand und Solidarität“ entgegenzutreten.

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Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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