Die Kita Wennemar soll nicht der einzige Kindergarten-Neubau in dieser Stadt bleiben. Weitere sind geplant. © Stadt Dorsten
Kindergartenplätze

Für die Kita-Bedarfsplanung blickt die Stadt Dorsten schon bis 2026

Dorsten hat derzeit 2.513 Kita-Plätze. Das sind immer noch zu wenig. Deshalb soll es in den kommenden Jahren weitere Neubauten geben. Und immer weniger Provisorien und Überbelegungen.

Dorsten hat derzeit 2.513 Kita-Plätze, das sind 51 mehr als im Jahr zuvor. 2.002 Plätze sind für Kinder über drei Jahren (Ü3), 511 entfallen auf Kinder unter drei Jahren (U3). Dazu stehen 192 Plätze in Großtagespflegestellen zur Verfügung. Und die Zahlen steigen kontinuierlich weiter.

Eine neue Großtagespflegestelle für neun U3-Kinder soll im August in der ehemaligen Laurentiusschule in Lembeck an den Start gehen, auch für Hervest gibt es solche Pläne. In drei bis vier Jahren soll es in Hervest und Lembeck/Rhade neue Kindertageseinrichtungen geben.

Es werden immer mehr Kita-Plätze geschaffen

Nicht so lange wird es bis zur Eröffnung der Kita Ziegelstraße in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Agatha dauern, deren Inbetriebnahme für Oktober 2022 angedacht ist. Die AWO will ihre neue Einrichtung an der Marktallee im März 2023 in Betrieb nehmen. Die städtische Einrichtung Wennemar mit 80 Plätzen für Kinder von 2 bis 6 Jahren wurde bereits im November 2020 eröffnet.

Trotz dieser stetig steigenden Zahlen ist die Zeit der Provisorien und Überbelegungen noch nicht vorbei. Das wurde in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses deutlich, in der es um das Kita-Angebot für das kommende Kindergartenjahr ging.

Provisorien und Überbelegungen laufen nach und nach aus

191 Plätze, so führte Jugendamtsleiter Stefan Breuer aus, würden derzeit noch provisorisch oder durch Überbelegungen angeboten. Und solange nicht alle Pläne aus dem Kindergartenbedarfsplan verwirklicht werden konnten, werden wohl immer wieder weitere hinzukommen. In der Evangelischen Kita Regebogen, An der Landwehr, wird es zum Beispiel vorübergehend eine provisorische Gruppe ab August geben, und auch die Katholische Kirche prüft die Einrichtung von zwei provisorischen Gruppen. Die Tageseinrichtungen Hand in Hand am Söltener Landweg und Regenbogen haben bereits durch Neu- oder Umbau jeweils eine weitere Gruppe mit jeweils 20 Plätzen eingerichtet. Das will die Stadt auch am Stuvenberg in Rhade möglich machen.

Parallel zu all diesen Bemühungen auf der Grundlage des Kindertagesstättenbedarfsplans 2018 bis 2022, so versicherte Erste Beigeordnete Nina Laubenthal in der Sitzung den Politikern, befasse sich die Verwaltung schon jetzt mit den Zahlen bis zum Kindergartenjahr 2026/2027. „Wir schauen auf Zuzüge, Geburten und Baugebiete“, erklärte die Beigeordnete. Ziel sei es, Überraschungen möglichst zu vermeiden, um den geplanten Abbau von Notlösungen und Überbelegungen tatsächlich zu schaffen. Mit einer großen Kraftanstrengung sei Dorsten dazu auf einem guten Weg.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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