Im grünen Kleid - passend zu ihrem Hobby - gab Petra Henschel den zahlreichen Besuchern der "Offenen Gartenpforte" gerne Auskunft über Pflanzen und Pflegetricks. © Sabine Bornemann
Offene Gartenpforte

Garten-Paradies mit tierischen Helfern gegen Schädlinge

Fünf Zwergseidenhühner helfen Petra Henschel und Bernd Wittkowski dabei, ihren Garten in Schuss zu halten. Besucher bekamen nun Einblicke in das Garten-Idyll und wertvolle Tipps.

Schon seit zehn Jahren besuchen Petra Henschel und Bernd Wittkowski das Projekt „Offene Gartenpforte“ und haben dort viele Anregungen gefunden. Inzwischen öffnen auch sie ihr eigenes kleines Paradies zu verschiedenen Jahreszeiten.

Die gelernte Köchin Petra Henschel gestaltet in ihrer hauseigenen Werkstatt wetterfeste Betonskulpturen, die sich überall im Garten wiederfinden. Ihr Mann Bernd Wittkowski ist ein „Büromensch“, der am Abend eigentlich zu Hause nur „seine Ruhe haben“ will. Er hatte mit Pflanzen früher gar nichts am Hut, während Petra Henschel am liebsten einen ganzen Bauernhof gekauft hätte, um ihn zu ihrer privaten Oase umzugestalten.

700 Quadratmeter großes Grundstück war beim Kauf verwildert

Vor 15 Jahren erwarb das Paar ein lange leer stehendes Haus mit einem 700 Quadratmeter großen, völlig verwilderten Grundstück auf der Hardt. Wenn man heute durch den wunderschönen Garten flaniert, kann man kaum glauben, wie es angefangen hat: Fast drei Jahre lang mussten erst mal Bäume, Büsche und Brombeeren beseitigt werden, um überhaupt Luft für ein paar Wege und Nischen zu schaffen.

Petra Henschel und Bernd Wittkowski in ihrem liebevoll und zugleich pflegeleicht gestalteten Gartenparadies.
Petra Henschel und Bernd Wittkowski in ihrem liebevoll und zugleich pflegeleicht gestalteten Gartenparadies. © Sabine Bornemann © Sabine Bornemann

Es gab auch keinen Plan für diese neue Anlage, stattdessen wurde viel experimentiert. Am Anfang pflanzte Petra Henschel einfach, was ihr gefiel und merkte bald, was an welcher Stelle gut oder gar nicht gedieh. Von Anfang an war es ihr wichtig, ohne zusätzliche Bewässerung oder Gifte auszukommen.

Sie wollte auch nicht ständig Unkraut zupfen, sondern hat ihre Stauden so dicht gesetzt, dass dazwischen praktisch kein Unkraut hochkommt. Außerdem hält sich das Ehepaar fünf fleißige Helferlein: Das sind Zwergseidenhühner, die mit Vorliebe Schnecken, Schädlingseier und Unkrautsamen vertilgen. Aber wenn sie durch das Gebüsch huschen, zerstören sie dabei nicht die Pflanzung, so wie es normale Legehühner tun würden.

Fünf solcher Zwergseidenhühner helfen der Gärtnerin Petra Henschel: Sie fressen Schnecken, Schädlingseier und Unkrautsamen, machen aber keine Pflanzung kaputt.
Fünf solcher Zwergseidenhühner helfen der Gärtnerin Petra Henschel: Sie fressen Schnecken, Schädlingseier und Unkrautsamen, machen aber keine Pflanzung kaputt. © Sabine Bornemann © Sabine Bornemann

In jedem Gelände gibt es Problemzonen, die besonders trocken und dunkel sind: An solchen Ecken hat Petra Henschel stark wuchernde Euphorbien und Knöterich gepflanzt, die hier einen dichten Teppich bilden, aber nicht so weit laufen, wie sie es in einem besseren Boden täten. Heute ist die Bepflanzung rund um das Haus überwiegend weiß gehalten – auf den Staudenbeeten dominieren zurzeit die Farben Weiß, Rosa und Violett kombiniert mit ganz unterschiedlichen Grüntönen.

Da es lange ziemlich kalt und sehr feucht war, sind die Rosen später dran und stehen jetzt in voller Blüte. Die Lieblingsblume von Petra Henschel ist die historische Rose „Cardinal de Richelieu“, eine rosa Pracht mit betörendem Duft. Besonders in Zeiten von Corona hat die Blumenfreundin ihren Garten als besonderen Luxus empfunden.

Garten im Juli wieder geöffnet

Am 11. Juli (11-18 Uhr) steht die Gartenpforte von Petra Henschel und Bernd Wittkowski wieder offen. Adresse: Haselhuhnweg 25. Zufahrt nur über Wachtelstraße oder Birkenhahnweg möglich. Eintritt: 2 Euro pro Person. Es sind Termine für Gruppen mit Kaffeezeit und Kuchen möglich: henschelpetra65@gmail.com oder (02362) 76897.

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