Gefährliches Kraut wuchert auf Weide

Besorgte Pferdebesitzerin

Das sogenannte Jakobskreuzkraut ist besonders für Pferde, Schafe und Ziegen hochgiftig. Auf einer umzäunten Weidefläche in Wulfen sprießt die Pflanze und breitet sich immer weiter aus. Pferdebesitzerin Sandra Determann ist besorgt.

Wulfen

, 31.07.2015, 15:54 Uhr / Lesedauer: 1 min

In der Nähe dieser Weide liegt der Pferdehof von Sandra Determann, Zum Ostendorfer Kamp 65a. Mit ihrer Familie ist sie ganz frisch dorthin gezogen. Wem die besagte Weide einige Hundert Meter weiter gehört, wisse sie nicht.

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„Wir können den Pächter nicht ausfindig machen.“ Dabei standen auf ihr bis zum späten Frühling noch einige Pferde. Das Problem beschreibt Sandra Determann so: „Die Pollen dieser Pflanzen können bis zu 200 Meter weit fliegen. Zum einen befinden wir uns in unmittelbarer Nähe und auch der Wulfenhof ist direkt nebenan.“ Auch auf Determanns eigenen Weiden wächst das Jakobskreuzkraut immer wieder nach.

Problem ist der Stadt bekannt

Zwar sagt man, dass die Tiere das Kraut nicht anrühren, besorgt ist die Pferdebesitzerin trotzdem. „Wir sind ständig dabei, alles nach neuen Pflanzen abzusuchen, um sie dann samt Wurzel wieder zu entfernen“, erzählt sie. Der Stadt ist dieses Problem bekannt. Hans Rommeswinkel vom Planungs- und Umweltamt sagt: „Das Jakobskreuzkraut ist ein heimisches Kraut und stellt besonders in der Weidewirtschaft ein Problem dar. Wenn das gemähte Gras zu Heu verarbeitet wird und in den Futterkreislauf kommt, dann wird es gefährlich.“

So solle angeblich ein Pferd in Dorsten daran gestorben sein, so Rommeswinkel. Besonders Landwirte müssen achtsam sein und die Pflanzen immer wieder entfernen. „Der Lippeverband wurde von der Stadt für das Thema sensibilisiert“, sagt Rommeswinkel. Sandra Determann hofft, dass es für die Weide mit dem gefährlichen Kraut bald eine Lösung gibt.

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