Gegen Langeweile: Buchhändlerin gibt Tipps in Zeiten der sozialen Corona-Abschottung

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In Zeiten von Corona kann es langweilig werden, so ausgeschlossen vom sozialen Leben. Die Läden haben zu und selbst Freunde treffen sich nicht mehr. Das hilft gegen die akute Langeweile.

Dorsten

, 19.03.2020, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Innenstadt in Dorsten ist leerer als sonst. Nur vereinzelt sieht man Menschen. Geschäfte müssen sich überlegen wie sie ihre Kunden dennoch erreichen.

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Die Buchhandlung König und Parrenin hat geschlossen und liefert Kunden Bücher nach Hause. Im Innenstadtbezirk ist dies wahrscheinlich innerhalb von einen auf den anderen Tag möglich. Für die anderen Stadtteile ist „voraussichtlich ein- bis zweimal pro Woche eine Lieferung vorgesehen“, so Cécile Parrenin, Chefin der Buchhandlung. Wahrscheinlich liefern die Mitarbeiter die Bücher selbst von der Lippestraße zu den Kunden, „mit dem Auto, mit dem Rad und vielleicht zu Fuß“.

Suchen Lösungen für unsere Kunden

Wie bezahlt wird, ist noch nicht ganz klar. Unter Umständen können Kunden per Rechnung zahlen. Oder - und das steht noch nicht fest - die Kunden müssen erst überweisen und nach Zahlungseingang wird dann geliefert.

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„Wir versuchen natürlich, immer Lösungen für unsere Kunden zu finden“, sagt Cécile Parrenin. Geplant seien auf der Facebookseite der Buchhandlung mehrere ausführliche Buchbesprechungen und mehrere Empfehlungen.

Tipps gegen die Langeweile für Kinder

Vorlesen gegen die Langeweile hilft Eltern und Kindern. Für Kids seien vor allem Spiele jetzt unersetzlich. Dabei sorgen Klassiker wie „Uno“ genauso für Spaß wie witzige Spiele. „Mogelmotte“ ist ein witziges und freches Kartenspiel.

„Kakerlakak“ und „Schnappt Hubi“ sind interaktive Spiele mit elektronischen Elementen, „sodass man nie dasselbe Spiel spielt.“ Außerdem gebe es etliche Smart Games für verschiedene Altersgruppen, die für einen einzelnen Spieler geeignet sind und das räumliche Vorstellungsvermögen fördern.

Zwischen Haushalt und Home Office

Damit vor allem Mütter sich nicht langweilen, hat Cécile Parrenin zwei Romane in petto. Viele Frauen hätten „Der Zopf“ von Laetitia Colombani verschlungen. Jetzt ist ihr Nachfolgeroman erschienen. Darin geht es um eine Rechtsanwältin, die in Paris Burnout erleidet und Frauen im Frauenhaus hilft, Schriftstücke zu verfassen.

Ein von unabhängigen Buchhandlungen prämiertes Buch von Delia Owens schafft es auch auf die Empfehlungsliste von Cécile Parrenin. „Der Gesang der Flusskrebse“ ist sprachlich malerisch und lässt den Leser in die Landschaft der amerikanischen Küstenlandschaft Barkley Cove eintauchen. „Spannend wird es aber auch, denn es gibt auch einen Mord“, so Parrenin.

Auch Männer bekommen einen heißen Tipp

Aber nicht nur für Frauen hat Cécile Parrenin einen Tipp. Die Russenmafia sucht im Kriminalroman „Vier durch vier“ von Arne Dahl nach Männern und Geld in Skandinavien. Kurios, denn dabei geht es eigentlich um Frauenhandel. Zwei aus dem Dienst ausgeschiedene Ermittler legen auf eigene Faust mit den Ermittlungen los.

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