Gelegenheit macht Arbeit

Wie Darjana Arnold und Sascha Abert bei der Speform GmbH einen Job fanden

16.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Wulfen Die Ausbildung zur Zahnarzthelferin hatte sie abgebrochen. Einige Jahre ist das her. Eine neue Lehrstelle fand Darjana Arnold nicht. Wer will schon eine ehemalige Hauptschülerin, die offenbar keine Lust auf Arbeit hat? Karl-Heinz Schulz zum Beispiel. Auf den Geschäftsführer der Wulfener Speform GmbH hat die 25-Jährige in den letzten Monaten einen solch guten Eindruck gemacht, dass sie im Sommer eine Lehre zur Industriekauffrau beginnen kann. ?Wer sich bemüht, hat eine Chance verdient?, betonte Schulz gestern. Tatsächlich ist der Weg von Darjana Albert ein Musterbeispiel, wie Unternehmen mit der Dorstener Arbeit (DA) und der Vestischen Arbeit zusammenarbeiten können. Die Dorstener Arbeit hatte die junge Frau über eine so genannte Arbeitsgelegenheit (?1-Euro-Job?) an Speform vermittelt, die Vestische Arbeit finanzierte ihr einen Führerschein. ?Wenn eine Arbeitsgelegenheit auch einen Qualifizierungsanteil hat, gibt es durchaus Chancen, Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren?, glaubt DA-Geschäftsführer Jürgen Erhardt. Das kann auch Sascha Abert (29) bestätigen. Der gelernte Rohrschlosser hat sich in den letzten Jahren mit verschiedenen Jobs über Wasser gehalten. Bei Speform, Zulieferbetrieb für Gießereien in aller Welt, hat er nach vierwöchiger Einarbeitung einen von sechs neuen Helferjobs bekommen. Am so genannten Extruder überwacht er die Produktion von Abdichtungsschnüren. Angesichts der Auftragslage wohl ein sicherer Arbeitsplatz. Zufriedenheit also allerorten, wenn nicht die Vestische Arbeit angekündigt hätte, die Zuschüsse für Arbeitsgelegenheiten zu reduzieren. ?Wir setzen diese Mittel an anderer Stelle sinnvoll ein?, betonte Pressesprecher Ulrich Kupke gestern. 1-Euro-Jobs sind eben das letzte Glied in der Kette von Möglichkeiten, Menschen wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Manchmal aber ein sehr erfolgreiches. dieb

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