Coronakrise

Genesene Corona-Patienten können Krankenhaus nicht verlassen

Viele ältere Corona-Patienten, die schon wieder als genesen gelten, können die Krankenhäuser in Dorsten und Haltern nicht verlassen. Einige Alten- und Pflegeheime lehnen die Aufnahme ab.
Im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten befinden sich ältere Corona-Patienten, die eigentlich genesen sind, aber nicht in ihre Pflegeheime zurückkehren können. © Claudia Engel

Unter den rund 140 isolierten Corona-Patienten in den Kliniken des KKRN-Verbunds in Dorsten, Haltern, Marl und Herten befinden sich auch viele, die nach Auffassung der Ärzte gar nicht mehr in einem Krankenhaus behandelt werden müssten.

„Auf den Stationen besteht das Problem, dass wir neben intensivmedizinisch zu behandelnden Patienten auch schon eine große Anzahl von Patienten liegen haben, die gar nicht mehr stationär behandlungsbedürftig sind, aber nicht in ihre Alten- und Pflegeheime zurückkehren können“, sagte der Medizinische Geschäftsführer des Klinikverbunds, Dr. Andreas Weigand, dem WDR.

Demnach sind einige Pflegeeinrichtungen nicht bereit, Patienten zurückzunehmen, solange diese nicht zweimal negativ getestet wurden. Die Lage auf den Isolierstationen spitzt sich somit weiter zu. Allein in Dorsten kommt täglich mindestens ein weiterer Covid-19-Patient auf die Isolierstation. 50-Stunden-Wochen sind keine Seltenheit für die Pflegekräfte, die zweite Welle sei „wie ein Albtraum“, sagt eine Mitarbeiterin der Station.

In Abstimmung mit der Bezirksregierung will der Klinikverbund eine Sonderstation für nicht mehr akute Corona-Fälle einrichten.

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