Gesamtschüler protestierten gegen Staub- und Lärmbelastung

Demo an der Schule

"Wir sind sauer." Mit Sprechchören wie diesem demonstrierten die Schüler der Gesamtschule Wulfen am Montag (11.11.) vor ihrer Schule gegen die Staub- und Lärmbelastung, der sie seit Jahren ausgesetzt sind.

von Von Berthold Fehmer

, 11.11.2013, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie bereits berichtet wird die Schule derzeit energetisch saniert. Hinzu kam ein Brand Anfang August, der beträchtliche Schäden anrichtete und weitere Arbeiten notwendig machte. Auslöser für die Demonstration am Montagmorgen war hingegen eine nicht vollständig ausgeführte Arbeit einer der beteiligten Firmen, wie Stadtbaurat Holger Lohse den Schülern erläuterte. Die Firma war beauftragt, den Boden in der "Schulstraße", der meist genutzten Hauptverbindung in der Gesamtschule, abzufräsen, hatte allerdings den Kleber nicht an allen Stellen vollständig beseitigt. Durch das Darüberlaufen der Schüler wurde jede Menge Staub aufgewirbelt.

Asthma-Anfälle

Asthma-Anfälle, tränende Augen und Kopfschmerzen waren daraufhin bei Schülern und Lehrern aufgetreten. Die Stadt wurde von der Schulleitung benachrichtigt und beauftragte daraufhin noch in der vergangenen Woche eine Versiegelung des Bodens. Schüler zeigten Stadtbaurat Lohse allerdings auch noch die "Spielecke", die noch nicht versiegelt worden war und am Montag ordentlich staubte.

Lohse versprach Abhilfe. Sätze wie "Dorsten lässt uns hängen", "Lernen statt Lärmen", "Staub - Lärm - Krach machen uns krank", hatten die Schüler auf Plakate geschrieben. "Wir wollen, dass mit uns früher gesprochen wird, damit wir uns auf Dinge einstellen können", forderte Schulleiter Johannes Kratz unter dem Beifall der Schüler. Zehntklässlerin Sophie aus der Schülervertretung sagte: "Bei Lärm kann man sich nicht konzentrieren. Wir sind langsam echt sauer." "Die Stadt Dorsten will sich nicht aus dem Staub machen", sagte Lohse. Er kündigte an, persönlich den Kontakt zur Schule zu intensivieren, um frühzeitig zu erfahren, "wo der Schuh drückt".

Bis Anfang des kommenden Jahres sollen die Schäden des Brands behoben sein, so lautet die Schätzung der Experten. Bis spätestens Ende der Sommerferien im kommenden Jahr sollen die Arbeiten an der energetischen Sanierung bis auf wenige Kleinigkeiten komplett beendet sein.

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