Geschäftsmann geschockt: Drei Einbrüche in sechs Wochen

Diebstahl und Verwüstung

Als Markus Schlagenwerth am vergangenen Donnerstagmorgen sein Geschäft in Holsterhausen betrat, traute er seine Augen nicht. "Um Gottes Willen, nicht schon wieder." Die Tür des Hinterhofs war fachmännisch aufgehebelt worden, Regale leergeräumt, das Büro verwüstet, die Eindringlinge nahmen Monitore mit.

DORSTEN

von Von Uta Tönnies

, 01.08.2011, 18:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Geschäftsmann geschockt: Drei Einbrüche in sechs Wochen

Zum dritten Mal binnen sechs Wochen ist in das Geschäft von Markus Schlagenwerth eingebrochen worden.

Für Markus Schlagenwerth ist dieser Anblick nichts Neues. Innerhalb von sechs Wochen brachen die Täter drei Mal in das alteingesessene Elektrofachgeschäft ein.

Beim ersten Raubzug gingen die Diebe noch "rücksichtsvoll" vor. "Das war zwar ein Schock, weil Einiges mitgenommen wurde, aber seinerzeit wurde nicht mehr beschädigt als die Tür. Eigentlich ließen die Täter alles recht ordentlich zurück", erinnert sich Schlagenwerth.

Beim zweiten Einbruch war das schon ganz anders. Die Eindringlinge hinterließen ein Chaos. "Vielleicht waren sie sauer, weil sie nicht wie beim ersten Mal die Geldkassette gefunden haben. Die haben wir nämlich gut versteckt", sagt der Geschäftsmann. Und auch bei dem dritten Einbruch in der vergangenen Woche gingen die Diebe nicht gerade zimperlich zu Werke.

Elektro-Kleingeräte mitgenommen

Bei allen Diebstählen wurden Elektro-Kleingeräte gestohlen. Die sind besonders gut und schnell auf Flohmärkten umzusetzen, erklärt die Pressestelle der Polizei. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei allen Vorfällen um die selben Täter handelt, da immer die gleiche Vorgehensweise zu beobachten ist. Auf eine allgemeine Einbruchsserie in Holsterhausen gibt es für die Polizei derzeit keine Hinweise, da sich die Plünderungen nur auf das Elektrofachgeschäft beschränken. Insgesamt entstand ein Schaden von ca. 8000 Euro. Markus Schlagenwerth hofft, dass auch der dritte Einbruch von seiner Versicherung übernommen wird.Schaden mit Rechnungen belegen

Es ist jedoch nicht nur der finanzielle Verlust, der Markus Schlagenwerth zu schaffen macht. „Mindestens zwei Tage muss ich mich um organisatorische Dinge kümmern. Detailliert muss mit Rechnungen belegt werden, was gestohlen wurde, einmal für die Kripo, einmal für die Versicherung“, erklärt er. Hinzu kommt, dass momentan Ferienzeit ist. Zwei seiner Angestellten sind im Urlaub. „Eigentlich sollte ich jetzt im Kundendienst sein, aber erst einmal muss hier im Geschäft alles wieder laufen.“ Und auch die psychische Belastung ist für den Familienvater hoch. „Es ist schon schwer genug, sich als Einzelhändler gegen die großen Filialketten durchzusetzen, aber wenn einem dann auch noch solche Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, geht das schon sehr an die Nieren. Ich habe Angst vor einem erneuten Einbruch.“Einige Hürden eingebaut Um weitere Übergriffe zu verhindern, musste sich der Geschäftsmann einiges einfallen lassen. Die defekte Tür ist gegen eine Stahltür mit Sicherheitsbolzen ausgetauscht worden, hoch technisches Sicherheitsequipment wurde installiert. Zudem nahm Markus Schlagenwerth mit dem Fachkommissariat für Kriminalprävention in Recklinghausen Kontakt auf, das nicht nur Firmen und Händler in Sachen Sicherheit und Schutz berät. Dort kann sich jeder Bürger in einem kostenlosen Beratungsgespräch kompetente Ratschläge u.a. in Sachen Einbruchschutz holen. Über den Tipp eines Kunden denkt Markus Schlagenwerth zusätzlich nach: „Schaffen Sie sich doch einen Hund an. Der wird es den Halunken schon zeigen.“  

 

 

 

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