Die deutsche Judo-Sportlerin Martyna Trajdos hat in Tokio Mannschafts-Bronze geholt. Goldschmiedemeister Engelbert Bellendorf fertigte für sie ein Erinnerungs-Schmuckstück an die Olympiade. © Michael Klein
Schmuckstück

Goldene Olympia-Halskette „made in Dorsten“ für Judo-Bronze-Ass

Die deutsche Judo-Sportlerin Martyna Trajdos hat in Tokio Mannschafts-Bronze geholt. Goldschmiedemeister Engelbert Bellendorf fertigte für sie ein Erinnerungs-Schmuckstück an die Olympiade.

Eine schöne Erinnerung an die Olympischen Spiele in Tokio, und das von bleibendem und echtem Wert – das wünschte sich die deutsche Sportlerin Martyna Trajdos, nachdem sie gemeinsam mit dem deutschen Judo-Mixed-Team vor zwei Monaten dort die Bronze-Medaille gewonnen hatte.

„Die Hälfte der Teilnehmer im Olympischen Dorf hat sich ein Tattoo mit den fünf olympischen Ringen stechen lassen“, erzählt die 32-jährige Judoka, „doch eine Tätowierung wäre für mich nie infrage gekommen“.

Nein. Die fünf Ringe trägt sie nun um den Hals in Form eines Kettchens, „850er Gold“, sagt Engelbert Bellendorf. Der Dorstener Goldschmiedemeister hat die Pretiose für die ehemalige Europameisterin, WM-Dritte und Serien-Championats-Siegerin in seiner Werkstatt hergestellt.

„Möglichst fein“

Martyna Trajdos war schwer angetan. als sie das Schmuckstück am Mittwoch in Dorsten erstmalig anlegen durfte. „Es sollte nicht 08/15 sein, sondern möglichst fein“, sagt sie. „Aber dass die Kette am Ende so filigran geworden ist, das begeistert mich total.“

Die goldene Halskette neben der Bronzemedaille.
Die goldene Halskette neben der Bronzemedaille © Michael Klein © Michael Klein

Über die Social-Media-Plattform Instagram war die Sportlerin auf die Arbeit des renommierten Goldschmiedemeisters in Dorsten aufmerksam geworden. „Wir haben telefoniert und dann war ganz schnell ganz klar, wie sehr wir beim Aussehen der Schmuckstücks übereinstimmen“, sagt Engelbert Bellendorf, der sich sehr darüber freute, dass die Erfolgssportlerin für ein gemeinsames PR-Foto ihre Original-Bronzemedaille mitgebracht hatte.

Ihren ersten offiziellen Auftritt mit der neuen Pretiose „made in Dorsten“ hat Martyna Trajdos übrigens am kommenden Wochenende. Dann veranstaltet die Deutsche Sporthilfe unter dem Namen „Club der Besten“ eine weltweit einzigartige Urlaubs- und Event-Woche, die dieses Jahr vom 25. September bis zum 2. Oktober im Aldiana Club Costa del Sol in Südspanien stattfindet, lädt die Deutsche Sporthilfe die erfolgreichsten Spitzensportler der vergangenen Monate ein.

Martyna Trajdos (r.) in Tokyo in Aktion gegen Szofi Zbas aus Ungarn © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Dort wird Martyna Trajdos, die zwischen den Olympia-Stützpunkten Köln (wo sie wohnt) und Dortmund (wo ihr Freund lebt) hin und her pendelt, sicher auch den Dorstener Leichtgewichts-Ruderer Jason Osborne wiedersehen, der in Tokio die Silbermedaille im Zweier gewonnen hat.

Auch die 32-jährige hätte sich gerne eine weitere Medaille in Tokio gewünscht, doch mit viel Pech unterlag sie im Einzelwettkampf in der ersten Runde.

Bekannt wurde sie trotzdem: Bilder und Videos hatten für Aufsehen gesorgt, die zeigen, wie ihr Trainer sie kurz vor ihrem Wettkampf schüttelt und zweimal ohrfeigt. Die Sportlerin verteidigte ihren Coach. „Das ist etwas, worum ich meinen Trainer bitte. Macht ihm keine Vorwürfe! Ich brauche das vor meinen Kämpfen, um wach zu sein“, schrieb sie auf Instagram.

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Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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