Grassierendes Grün wächst der Stadt über den Kopf

14.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten Es grünt, es sprießt und droht der Stadt über den Kopf zu wachsen: Üppig ausgestattete Grünanlagen, Bäume, öffentliche Wege. Im Haupt- und Finanzausschuss gab der Bürgermeister jetzt bekannt, dass Überlegungen, mit wem und auf welche Weise dem Dschungel zu Leibe gerückt werden kann, oberste Priorität in der Verwaltung genießen.

Für die CDU ist die grüne Plage Anlass genug, sich auf einem Stadtgespräch am 13. November damit auseinander zu setzen. Denn: Immer mehr Bürger weisen auf den Pflegenotstand in der freien Natur hin.

"Pflegestandards können nicht mehr aufrecht erhalten werden", bedauerte Lambert Lütkenhorst in der Ausschusssitzung. "Wir müssen mehr Personal für diese gemeinnützigen Arbeiten gewinnen", meinte er zudem. Im Rathaus werden intensive Gespräche geführt, wie Kräfte aus dem zweiten Arbeitsmarkt eingesetzt werden können. Doch der Vestischen Arbeit sind durch begrenzte Budgets die Hände gebunden. Dazu Ulrich Lammers, Teamleiter in Dorsten: "Wir sind gehalten, quer durch alle Berufsfelder Arbeitsgelegenheiten zu schaffen. Natürlich sind unsere Klienten auch in städtischen Grünanlagen tätig. Doch diese Maßnahmen sind befristet und dienen der Qualifizierung. Wir haben in erster Linie den ersten Arbeitsmarkt im Blick!"

Unbedingt vermeiden will das Vestische, der Privatwirtschaft in die Quere zu kommen. Außerdem ist sie bemüht, "marktneutral" zu bleiben. Nichtsdestotrotz begrüßt die Vestische, dass die Stadt Überlegungen anstellt, wie Kunden der Vestischen in der Pflege der städtischen Anlagen eingesetzt werden können. Im Gespräch ist die Stadt unterdessen mit der Diakonie. Mit ihr laufen viel versprechende Verhandlungen. Die Stadt überlegt außerdem, was sie finanziell noch erübrigen kann. Denn qualifizierte Arbeit hat eben ihren Preis. eng

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