Große Gemeinde-Fusion im Norden ist wohl vom Tisch

Bistum unterbreitet Vorschlag

Die geplante Fusion der fünf katholischen Gemeinden im Dorstener Norden ist womöglich vom Tisch. Das Bistum hat einen Alternativ-Vorschlag erarbeitet: St. Matthäus, St. Barbara und Herz-Jesu werden eine Pfarrerei, St. Laurentius und St. Urbanus eine weitere. Die Seelsorgeeinheit Dorsten-Nord soll über 2015 hinaus erhalten bleiben.

Dorsten

von Von Stefan Diebäcker

, 11.11.2012, 12:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pfarrer Alfred Voss beim Gottesdienst zur Gründung der Seelsorgeeinheit Dorsten-Nord im Juli 2011. Sie soll unter seiner Leitung über dass Jahr 2015 hinaus erhalten bleiben.

Pfarrer Alfred Voss beim Gottesdienst zur Gründung der Seelsorgeeinheit Dorsten-Nord im Juli 2011. Sie soll unter seiner Leitung über dass Jahr 2015 hinaus erhalten bleiben.

„Der eigentliche Reiz dieser Lösung liegt auch darin, dass uns das Bistum bei einer solchen Lösung einen zusätzlichen deutschen Priester als Pfarrer für Wulfen, Barkenberg und Deuten zugesichert hat“, erläuterte Pfarrer Alfred Voss (St. Laurentius). Man habe dann zwei Priester für die Kirchenvorstandsarbeit und die Leitung der Pfarreien und könne die Arbeit aufteilen: Pfarrer Voss im Norden (Lembeck und Rhade) und der zusätzliche Priester als Pfarrer im Süden (Barkenberg, Deuten und Wulfen). Er soll ins Pfarrhaus von St. Barbara ziehen, so dass dann alle Pfarrhäuser wieder besetzt wären.Die Bistumsleitung hat laut Voss eine Garantie von etwa zehn Jahren für diese Struktur gegeben. Dann werde über das weitere Vorgehen beraten. „Die positiven Erfahrungen der Seelsorgeeinheit bleiben erhalten. Wir werden auch zukünftig seelsorgerisch im gesamten Norden bei Jugendgottesdiensten, gemeinsamen Wallfahrten und vielen anderen Dingen zusammenarbeiten“, so Voss, der auch zukünftig die Seelsorgeeinheit leiten soll.

Das Seelsorgeteam hat sich bereits einstimmig für den Vorschlag ausgesprochen. Am Freitagabend wurden alle Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte über diesen neuen Vorschlag aus Münster unterrichtet. In allen fünf Gemeinden wurden die Gläubigen am Wochenende in den Gottesdiensten über diesen aktuellen Stand informiert. Ende November soll das Thema erneut im Seelsorgerat behandelt werden. „Die Bistumsleitung hat uns ermuntert, gemeinsam zu diskutieren und zu prüfen, ob dieses Zugeständnis von Seiten des Bischofs eine Möglichkeit einer langfristigen Perspektive für die Seelsorge im Dorstener Norden sein könnte“, sagte Pfarrer Alfred Voss.

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