Große Waldbrandgefahr - worauf man jetzt achten sollte

Trockenheit

Durch die anhaltende Hitze und die fortschreitende Trockenheit ist die Gefahr von Flächen- und Waldbränden extrem hoch. Die richtige Verhaltensweise ist deshalb besonders wichtig derzeit.

Dorsten

von Dorstener Zeitung

, 09.08.2020, 14:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rudolf Hoffmann ist Feuerwächter auf dem Feuerwachturm auf dem Galgenberg in Dorsten-Lembeck.

Rudolf Hoffmann ist Feuerwächter auf dem Feuerwachturm auf dem Galgenberg in Dorsten-Lembeck. © Robert Wojtasik (Archivfoto)

In den letzten Tagen gingen in der Kreisleitstelle der Feuerwehr einige Notrufe zu Flächen- und Waldbränden ein.

Am Mittwoch standen in Haltern am See 2.500 Quadratmeter Wald in Flammen. Am Samstag musste die Feuerwehr Dorsten zu drei Bränden ausrücken. Auch mehrere Heckenbrände sind in den letzten Wochen gemeldet worden, sie werden oft durch achtlos weggeschnippte Zigarettenkippen oder durch Abflämmen ausgelöst.

Sowohl der Waldbrandindex als auch der Grasland-Feuerindex sind aktuell auf der zweithöchsten Stufe (4). Um Brände zu vermeiden, sollte man nach Angaben der Kreisverwaltung Recklinghausen folgende Hinweise beachten:

  • Im Wald oder in einem Abstand von weniger als einhundert Metern zum Waldrand darf kein Feuer angezündet oder gegrillt werden. Leicht entzündliche Stoffe dürfen dort nicht gelagert sein. Auch das Rauchen im Wald ist verboten.
  • Wer ein Feuer entzündet oder grillt, sollte die Feuerstelle nie unbeaufsichtigt lassen und immer Wasser in der Nähe bereitstellen. Wichtig ist das Ablöschen des Feuers vor allem bei Funkenflug.
  • Trockene Wiesen und Felder, Straßengräben und Böschungen sind ebenfalls leicht entzündlich. Selbst der heiße Katalysator eines PKW kann trockenes Gras beim Parken auf dürren Flächen in Brand setzen.
  • Rauchen und Grillen ist in Wäldern und in Waldnähe verboten. Zigarettenkippen sollten keinesfalls aus dem Auto, auf Rasenflächen, Felder, ins Gebüsch oder in den Wald geworfen werden. Herumliegende Glasflaschen und Scherben können ebenfalls Brände auslösen.
  • Das Abflämmen von Unkraut birgt aktuell besondere Gefahren, dabei können beispielsweise trockene Koniferenhecken schlagartig in Brand geraten. Die Feuerwehr empfiehlt, momentan auf das Abflämmen zu verzichten.

Wer ein Feuer oder eine Rauchentwicklung wahrnimmt, sollte sofort den Notruf 112 wählen.

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