Hafenbahn rollte einmal wieder

DORSTEN Organisatorisch und logistisch perfekt verlief die Eisenbahnverladung und der Abtransport von 1500 Tonnen Holz am Wochenende. Dies war der Startschuss zu einer Serie von Transporten Richtung Stendal in Sachsen-Anhalt. Insgesamt sollen in diesem Jahr 45 000 Tonnen Holz über die Gleise der Hafenbahn rollen.

von Von Rüdiger Eggert

, 02.03.2009, 18:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hafenbahn rollte einmal wieder

Ein Güterzug mit Holz verließ am Samstag Dorsten.

Die Verlängerung des nördlichen Stammgleises könnte über WINDOR-eigenen Grund erfolgen. Am Hafen wäre dann eine so genannte Trimodalität (Zug, Hafen und Lkw) gegeben. Komplette Züge könnten mit den vorhandenen Portalkränen bedient werden. „Wir hoffen auf Fördermittel zum Weiterbau nach EU-Richtlinien“, so Bendisch. Zurzeit gibt es keine Förderung an Infrastrukturunternehmen wie WINDOR. Doch in der zweiten Jahreshälfte ist eine Änderung in Aussicht. Die Kosten für den Weiterbau würden 600 000 Euro betragen. Von einer öffentlichen Verladestelle könnten alle Unternehmen des Induparkes Dorsten-Marl profitieren. „Die Spedition Nadel hat Interesse signalisiert“, so Bendisch, doch auch Firmen wie die Genan NRW GmbH und andere aus dem Indupark sind an öffentlichen Verladeeinrichtungen interessiert.

Die Holzverladung am Wochenende wurde auf dem Gelände der Spedition Thier durchgeführt. „Das Unternehmen hat seinen Hof zur Verfügung gestellt“, so Jürgen Bendisch. Im vergangenen Jahr verlud der Forstbetrieb Karlsson Holz aus den Wäldern des Grafen Merfeld über den Güterbahnhof an der Gelsenkirchener Straße. Der Gleisanschluss wird nicht mehr genutzt und ist mittlerweile verkauft worden. „Die vielen Lkw waren den Anwohnern nicht zuzumuten“, so Bendisch. Wenn ein Güterzug beladen wird, rollen nacheinander mindestens 40 Lastwagen mit Holz an. Schließlich wurden verschiedene Möglichkeiten einer Verladung geprüft, wie zum Beispiel im Bereich Schleusenstraße. Auf Grund der räumlichen Enge wurde der Gedanke wieder verworfen. Aus dem Stegreif schätzt Bendisch, dass von ansässigen Firmen noch einmal 45000 Tonnen Güter über die Hafenbahn transportiert werden könnten.

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