Hauptausschuss regt Diskussion über Charakter von Stadtfesten an

Kultur oder Kommerz?

DORSTEN Die im Nachgang zum letzten Altstadtfest öffentlich geäußerte Kritik ist nach Auffassung der Verwaltung unbegründet.

von Von Klaus Dieter Krause

, 01.10.2009, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kultur oder Kommerz? Der Hauptausschuss regt Diskussion mit den Bürgern über den Charakter von Stadtfesten an.

Kultur oder Kommerz? Der Hauptausschuss regt Diskussion mit den Bürgern über den Charakter von Stadtfesten an.

Hier hakte Friedhelm Fragemann (SPD) ein: „Entscheidend ist tatsächlich für uns, ob das Altstadtfest seinen Charakter verliert. Und die Gefahr besteht nicht nur, sondern die Entwicklung hat schon begonnen. Wir sollten nicht zulassen, dass sich der Wandel von der Kultur zum reinen Rummel weiter fortsetzt. Wir dürfen das Fest nicht zur Flohmarkt und zur Fressmeile verkommen lassen, wo nur noch der Kommerz zählt.“ Ähnlich sah es auch Thomas Boos (FDP): „Das Umschlagen ist bereits passiert, es ist längst ein kommerzielles Fest geworden. Dorsten braucht wieder ein Bürgerfest. Wir sollten darüber auf breiter Basis ein Gespräch mit den Bürgern führen und ein solches Angebot machen - ob zusätzlich oder als Ersatz für das Altstadtfest, sollte vorher offen bleiben.“

„So sollten wir weiter verfahren“, unterstützte Susanne Fraund (Grüne) den Boos-Vorstoß, „die politische inhaltliche Diskussion können wir im Kultur-Ausschuss führen“. Hans Fromm (CDU) wandte ein, dass der Zeitaufwand der Verwaltung berücksichtigt werden müsse: „Arbeitskraft gibt‘s nicht zum Nulltarif. Wenn jemand im Rathaus ein halbes Jahr damit beschäftigt ist, dann kostet uns das auch 25 000 €.“ Die Empfehlung nach dem goldenen Mittelweg zu suchen (Boos: „Es gibt Städte, wo Veranstalter und Vereine gut kooperieren.“), griff der Bürgermeister auf: „Vor allem sollten wir mit den betroffenen Personen reden, der Spaßfaktor bei der DIA hält sich auch in Grenzen“, so Lütkenhorst, „wir sollten daher gemeinsam Wege suchen, Lokalkolorit einzubinden.

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