Transparenz ist auch Matthias Tiemann (l.) von der Metzgerei Bellendorf an der Schulstraße 8 in Lembeck sehr wichtig. © Guido Bludau (A)
Fleisch

Hier gibt es in Dorsten und Umgebung Alternativen zum Billig-Fleisch

Der Skandal um Tierquälerei in einer Viehsammelstelle in Werne hat viele Menschen entsetzt. Doch in Dorsten gibt es Läden, in denen der Käufer genau erfahren kann, woher sein Fleisch kommt.

Schlagzeilen über abscheuliche Tierquälereien in einer Viehsammelstelle in Werne waren in den vergangenen Tagen zu lesen. Viele Dorstener fragen sich nun: Wo kann ich unbedenkliches Fleisch kaufen? Wir haben uns in Dorsten und Umgebung umgeschaut.

Frisches (Grill-)Fleisch, Wurst und Schinken von hofeigenen Tieren gibt es beispielsweise im Hervester Hofladen von Bauer Aldenhoff am Brauckweg 30. „Hier kann jeder gucken kommen, wie die Tiere gehalten werden. Wir haben quasi täglich einen Tag der offenen Tür. Das wissen unsere Kunden aber auch, die meisten kaufen ja schon lange bei uns“, sagen die Betreiber. Geöffnet ist der Hervester Hofladen dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 15 Uhr. Mehr unter www.bauer-aldenhoff.com.

Eine andere Möglichkeit, an unbedenkliches Fleisch zu kommen, bietet Bußmann’s Bauernlädchen an der Rekener Straße 73 in Lembeck. „Wir schlachten Rind und Schwein selber. Unsere Kunden wissen daher immer, woher das Fleisch kommt“, sagt Geschäftsführer Bernd Große-Boes. Geöffnet hat das Lädchen in Lembeck dienstags bis freitags von 8 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 8 bis 17 Uhr. Mehr unter www.bussmanns-bauernlaedchen.de.

Auch der Hofladen Slütter (ehem. Landfleischerei Hegemann) an der Freudenbergstraße 76 in Schermbeck bietet Fleisch aus eigener Haltung uns Schlachtung an. Geöffnet ist der Laden montags bis freitags durchgehend von 9 bis 18.30 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr; Tel. (02853) 3324. Weitere Infos gibt es auch online. Auf der Homepage heißt es: „Wir betreiben aus Überzeugung eine nachhaltige und artgerechte Tierhaltung. Außerdem verzichten wir auf unnötig lange Tiertransporte, weil wir die Tiere selbst schlachten. Mit dem tiergerechten Umgang garantieren wir eine einwandfreie, hochwertige Fleischverarbeitung vom Stall bis in die Ladentheke.“

Mitarbeiter bei Bellendorf haben speziellen Lehrgang absolviert

Transparenz ist auch Matthias Tiemann von der Metzgerei Bellendorf an der Schulstraße 8 in Lembeck sehr wichtig. „Ich kann bei jedem Teilstück nachweisen, woher es kommt. Rinder und Schweine kommen aus eigener Aufzucht, andere Tiere von lokalen Höfen“, so Tiemann. Aktuell hätten beispielsweise auch zwei Mitarbeiter einen speziellen Tierschutzschlachtlehrgang absolviert.

„Wer mir nicht glaubt, mit dem fahre ich auch gerne los und zeige ihm innerhalb von einer dreiviertel Stunde von der Haltung bis zu unserem Betrieb jede Stelle“, sagt er. Geöffnet hat die Metzgerei Montag bis Donnerstag von 7 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr sowie freitags von 7 bis 18.30 Uhr und samstags von 7 bis 14 Uhr. Mehr unter www.metzgerei-bellendorf.de.

Viele Bio-Läden in der Umgebung verkaufen auch Bio-Fleisch

Bio-Läden, die auch Bio-Fleisch im Angebot haben, gibt es beispielsweise an der Bottroper Straße in Kirchhellen bei Spickermanns Bioladen (Mo-Fr 8 bis 19 Uhr; Sa 8 bis 15 Uhr) oder am Buschhausener Weg 12 in Schermbeck beim Biolandhof Deiters (Mo-Fr 10 bis 18.30 Uhr; Sa 10 bis 13 Uhr). Ein kleines Sortiment an Bio-Fleisch und -Wurst gibt es auch im Bioladen des Rotthoffs Hofs an der Münsterstraße – direkt an der Grenze zwischen Dorsten und Kirchhellen (Mi, Do, Fr 10 bis 19 Uhr; Mo und Sa 10 bis 15 Uhr)

Die Bottroper Metzgerei Scharun, die eine Filiale an der Hauptstraße 47a in Kirchhellen hat, hat schon seit Jahren nur noch Bio-Fleisch im Sortiment. Der Betrieb verlangt von seinen Lieferanten neutral kontrollierte, tierartgerechte Haltung mit Auslauf, keine Antibiotika und keine Leistungsförderer sowie ökologisches erzeugtes und gentechnikfreies Futter. Geöffnet hat die Metzgerei montags bis freitags von 8 bis 18.30 Uhr und samstags von 7 bis 13.30 Uhr.

Auf „regionale, tierfreundliche Landwirtschaft“ hat sich der Kirchhellener Landwirt Burkhard Sagel, Am Dahlberg 8, spezialisiert. Bei ein bis zwei Verkaufsterminen im Monat verkauft er überwiegend auf Vorbestellung Fleisch von Tieren, die eigens für diesen Termin geschlachtet wurden. Was nicht aus eigener Aufzucht kommt, kauft Sagel von Kollegen hinzu, die nach den gleichen Prinzipien arbeiten wie er.

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Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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