Coronavirus

Hoffnung für Senioren: Bald sind neue Impftermine verfügbar

Vergeblich haben sich viele ältere Menschen in Dorsten oder ihre Angehörigen um einen Impftermin bemüht. Die Kassenärztliche Vereinigung spricht von einer „Zerreißprobe“, macht aber Hoffnung.
In den letzten Tagen war es nicht immer leicht für ältere Menschen, einen Impftermin zu bekommen. © picture alliance/dpa

„Die vergangenen Tage waren für die Bürger, aber auch für uns und alle Beteiligten eine echte Zerreißprobe“, sagt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der auch für Dorsten zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Nachdem die Buchungssysteme am Montag zusammengebrochen waren, trat in den folgenden Tagen eine Vielzahl verschiedener technischer Probleme auf.

Nur noch verfügbare Termine werden angezeigt

Wer zum Beispiel auf der Homepage www.116117.de einen Ersttermin in Recklinghausen gebucht, aber keinen Zweittermin erhalten habe, solle den Ersttermin in jedem Fall wahrnehmen. „Die betroffenen Bürger erhalten in diesem Fall während des Ersttermins im Impfzentrum den zweiten Impftermin, sie müssen im Vorfeld nicht selbst aktiv werden“, teilte die KVWL mit.

Darüber hinaus werden in der Buchungssoftware künftig ausschließlich verfügbare Termine angezeigt – hier ist es in den vergangenen Tagen auch bei Menschen aus Dorsten zu Verwirrung gekommen, weil Termine angezeigt wurden, obwohl sie bereits vergeben waren.

An diesem Wochenende werden sukzessive weitere Terminkontingente freigeschaltet. „Dies geschieht stets in Abhängigkeit der zugesagten Impfstoffmenge“, betont die Kassenärztliche Vereinigung. In Kürze werde zudem das Termin-Buchungsfenster bis Ende April geöffnet, sodass deutlich mehr Termine zur Verfügung stehen werden.

Wichtig: Es gebe ausreichend Zeit und Vorlauf für die Terminvergabe, sodass jeder, der geimpft werden möchte, drankommen werde – „wenn auch nicht sofort“.

In Westfalen-Lippe wurden mittlerweile 479.000 Impf-Termine (für die Erst- und Zweitimpfung) vergeben. Fast 240.000 impfberechtigte Bürgerinnen und Bürger in der Region haben dementsprechend einen Impf-Termin erhalten, teilte die Kassenärztliche Vereinigung mit. Das sind fast Zweidrittel der insgesamt ca. 350.000 über 80-jährigen Bürger in Westfalen-Lippe, die zu Hause leben und ein Impfzentrum aufsuchen können.

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