Coronavirus: Bunte Hoffnungssteine vor Kirche werden stündlich mehr

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Um den steinigen Weg in der Coronavirus-Zeit bunter zu gestalten, legen Kinder und ihre Eltern vor einer Kirche in Dorsten farbige „Hoffnungssteine“ aus. Die Reihe wird länger und länger.

Dorsten

, 06.04.2020, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anna Schoos ist beim Spaziergang gefragt worden, ob sie mit ihren Kindern mitmachen wolle. Isabel Dikyar hat in der Whatsapp-Gruppe der Kindergarten-Eltern von der Aktion erfahren. „Gerne sind wir dabei, auch wir wollen ein Zeichen setzen“, sagen die beiden Mütter. Und haben deshalb mit ihren Söhnen ebenfalls „Hoffnungssteine“ für den Eingangsbereich der St. Josef-Kirche in Hervest, die am kommenden Samstag 100 Jahre alt wird, bemalt.

Mehr als 30 farbige Steine

Und so trafen sich die beiden Vierjährigen Samu und Kuzey, beide gehen in die gleiche Gruppe des derzeit wegen der Corona-Krise geschlossenen St. Josef-Kindergartens, am Montag zufällig an der „Steinschlange“ wieder. Mehr als 65 farbige Steine liegen hier inzwischen in Richtung Kirchenportal hintereinander aufgereiht, stündlich werden es mehr.

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Sie sind bemalt mit Engelfiguren, mit S04-Emblemen, mit der Aufschrift „Schwarzes Gold“ oder „Goldstück“. Ein Stein ist mit musikalischen Noten verziert, der andere mit einem freundlichen Gesicht. Manche tragen Glitzer, einige wenige sind unifarben, einer gibt die Parole aus: „Mut tut gut“, passend zum Motto der Aktion. Denn: „Lasst uns zusammen den steinigen Weg in dieser Corona-Zeit gemeinsam bunter machen“, heißt es auf einem der Info-Zettel, die neben der Steinreihe befestigt sind.

Drei der Hoffnungssteine.

Drei der Hoffnungssteine. © Privat

An der Ecke Gehwegs Hellweg/Ecke Josefstraße beginnt das Spalier. Die Ideengeber (die katholische Kirchengemeinde und Rose Soggebergs Malschule) hoffen, dass die am Sonntag (5. April) begonnene Kette aus Hoffnungssteinen am Ende bis zum gut 25 Meter weit entfernten Kircheneingang oder gar zum Altar im Inneren des Bauwerks anwachsen wird.

Möglichst lackieren

Auf den Infozetteln gibt es Tipps, wie die Steine bearbeitet werden sollen: am besten mit einer Lackschicht, denn „sonst blättert die Farbe ab“. Die Steine sollten keinesfalls beklebt oder in Folie oder Plastik verpackt werden: „Wir wollen ja auch an unsere schöne Natur denken, die sich ja gerade ein wenig erholen kann.“

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Die Hoffnungssteine sind an die Aktion „Pottsteine“ angelehnt, die derzeit auch in Dorsten durch die Sozialen Netzwerke geht. Doch während die Pottsteine aufgehoben, fotografiert, ins Netz gestellt und woanders wieder für den nächsten Finder zugänglich gemacht werden, bitten die Initiatoren darum, dass die „Hoffnungssteine“ unbedingt liegen bleiben sollten.

Freigabe am Ende

Am Ende der Aktion werden die Initiatoren die Steine aber doch freigeben. „Jeder, der mag, darf sich dann einen Stein mitnehmen, sich darüber freuen, ihn behalten oder an einem anderen schönen Ort wieder auslegen.“

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